Mobile Shopping | | von Irmela Schwab

Wie sich Laden-Atmosphäre auf die App zaubern lässt

In einen Laden gehen, alles anfühlen und probieren, das ist unersetzbar. So lautet das landläufige Argument, wenn es um die Unterschiede zwischen Offline- und Online-Shopping geht. Doch hat der M-Commerce offenbar das Zeug dazu, diese Annahme zu ändern. Schließlich steigt die Zahl derer, die über Tablet und Smartphone einkauft, beständig an.

Für Retailer bedeutet das, das Einkaufserlebnis im Shop auf dem Mobilgerät sozusagen zu spiegeln bzw. nachzuahmen. Wie "Luxury Daily" beschreibt geht es darum, die responsive und direkte Art des In-Store-Services innerhalb von Apps abzubilden. Wichtig sind dabei Beratung so wie ein übersichtlich strukturiertes Design mit den Touchpoints einer Boutique. Dazu zählen auch eine Katalog-ähnliche Anmutung, erklärende Informationen zum Produkt und leicht zu kontaktierendes Servicepersonal. Diese Angebote können alle mit Zusatzinhalten über Video und Gaming-Funktionen angereichert sein.

Gerade wenn sie ein hochpreisiges Gut kaufen, wollen Konsumenten besonders gut informiert werden. Über Apps kann die Geschichte einer Marke oder eines Händlers erzählt werden sowie die Machart eines Produkts beschrieben werden. 

Ein Beispiel, wie sich heimelige Laden-Atmosphäre auf die App zaubern lässt, ist der Schweizer Uhrenhersteller Vacheron Constantin (Bild oben): Um seine Uhr Patrimony Contemporaine Ultra-Thin Kaliber 1731 vorzustellen hat er die App “Sound of Time” kreiert. Dazu hat der Hersteller beratende Elemente sowie Gaming-Funktionen und Geschichtshintergrund geliefert, um seine Kunden zu unterhalten und zum Mitmachen anzuregen.  

Ein zweites Beispiel ist der Autohersteller Audi, der den R8 in seiner iPad-App auf die Bühne hebt. Das Gute daran: Die App ist nicht nur zur einmaligen Verwendung gedacht, sondern wird laufend auf den neuesten Stand gebracht, so dass Fans des Modells ständig weiter informiert und zur App-Nutzung animiert werden. 

Der US-Luxus-Händler Saks Fith Avenue zeigt als drittes Beispiel wie das Umkleidekabinen-Ambiente auf eine App übertragbar ist: Die App von Stylewhile stattet einen Avatar, der dem Körper des Kunden ähnelt, mit mehreren Kleidungsstücken verschiedener Brands aus. So kann der Kunde am Tablet sehen, welche Kleidungsstücke gut miteinander harmonieren und was für den jeweiligen Körpertyp passend ist.

Wie sich Laden-Atmosphäre auf die App zaubern lässt

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