Metadesign | | von Annette Mattgey

Welche Marken vom Sharing profitieren

Schlagbohrer & Co. sind prädestiniert für die SharEconomy. Auch bei Büchern und CDs sind die Internet-User zum Teilen bereit. Das zeigt die Onlinestudie „Einfluss der SharEconomy auf Markenwahrnehmung und Markenführung“, die Metadesign in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen FGM Market Insights veröffentlicht hat. Der Gesellschaftstrend des kollaborativen Konsums – oder auch das „Teilen-statt-besitzen-Prinzip“ – wurde im Rahmen der Studie hinsichtlich möglicher Konsequenzen für Marken und Unternehmen untersucht.

Über die Hälfte der Befragten unterstützt bereits eine alternative Konsumkultur und drei Viertel stehen dem Teilen offen gegenüber. 20 Prozent der Befragten gehören zu den so genannten KoKonsumenten (kollaborative Konsumenten), d.h., sie nutzen aktiv Sharing-Plattformen, um Dinge zu teilen. In der Studie wird ferner abgebildet, dass Nachhaltigkeit und werteorientierte Entscheidungen laut der Mehrheit der Befragten nur eine untergeordnete Rolle beim Sharing spielen. Hauptmotivation, gemeinsam zu konsumieren, zu teilen, zu leihen oder zu tauschen, ist für jeden Zweiten ganz klar die Kostenersparnis.

Preis geht vor Bewusstsein

Wie Marken von der SharEconomy profitieren können, lässt sich u.a. mit einem Blick auf die Produkte feststellen, die von den Befragten als „Sharing-geeignet“ klassifiziert wurden. Vor allem Technisches wie Werkzeuge und Elektroartikel, aber auch Fahrräder und sämtliche Medien (Bücher, Musik, Filme) werden gerne mit anderen geteilt. Je persönlicher die Produkte sind, desto geringer ist die Bereitschaft, sie zu teilen.

„Auch wenn das Thema Sharing in der Fachliteratur bereits seit Längerem besprochen wird und auch schon vielfach in den Medien diskutiert wurde, empirische Untersuchungen zu den Auswirkungen der SharEconomy gibt es erst wenige – und fast immer ohne einen konkreten Markenbezug. Diese spannende Schnittstelle hat uns als Marktforschungsunternehmen aber gerade interessiert und so haben wir gemeinsam mit Metadesign eine Studie aufgesetzt, die auch diesen Aspekt untersucht“, erläutert Marcus Dreyer, Geschäftsführer FGM.

Chancen für Hilti, Bosch und Stihl

„Die Studie hat uns neben der überraschenden Erkenntnis, dass Sharing weit weniger ideeller Natur ist als angenommen, auch verdeutlicht: Für Unternehmen stellen Sharingkonzepte keine grundsätzliche Gefahr dar, sondern bieten je nach Branche  Chancen, ihre Geschäftsmodelle zu erweitern. Aus dem, was die Marke im Kern ausmacht, ein Sharing-Angebot zu entwickeln, kann neue Märkte erschließen“, ergänzt Uli Mayer-Johanssen, Chairwoman of the Executive Board Metadesign.

Die Onlinebefragung von über 1000 deutschsprachigen Teilnehmern ab 14 Jahren lieferte Erkenntnisse zu u.a. folgenden Fragestellungen: Wie groß ist die Zielgruppe derer, die teilen? Was ist die Hauptmotivation zu teilen und welche Kriterien sind dabei ausschlaggebend? Welchen Marken wird das Potenzial für eigenständige Sharingkonzepte zugesprochen und für welche Branchen und Produkte eignet sich ein Sharingkonzept besonders?

Die komplette Infografik mit den Ergebnissen steht auf der Metadesign-Website.

 

Welche Marken vom Sharing profitieren

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