Warum Lifestyle-Shops mehr Suchmaschinenmarketing betreiben müssen
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E-Commerce im Modesegment | | von Anja Janotta

Warum Lifestyle-Shops mehr Suchmaschinenmarketing betreiben müssen

Lifestyle-Shopper geben mehr aus. Bei ihnen sind es gut und gerne 528 Euro, die in einem durchschnittlichen Warenkorb zusammenkommen. Das ist sieben Mal höher als der durchschnittliche Wert über alle Online-Retail-Branchen. Damit sticht dieses Segment jedes andere im Modebereich aus. Aber bei einem ganz anderen Aspekt sind die Lifestyle-Marken im E-Commerce eine Goldgrube. Die Händler müssen auch überproportional mehr Geld ins Suchmaschinenmarketing stecken, damit die Produkte auch gefunden werden. Das zeigt eine aktuelle Sonderauswertung des Dienstleisters Intelliad Media. Während Online-Händler für Mode allgemein, Schmuck und Sportswear nur 13 Prozent ihres Online-Umsatzes in SEA stecken müssen, sind es bei Luxusmode und Schmuck immerhin 30, bzw. 28 Prozent des Umsatzes. Der branchenübergreifende Durchschnitt liegt bei knapp einem Viertel des Gesamtumsatzes. 

Der Grund dafür dürfte sein, so Intelliad, dass das Segment der Luxus-Shopper von sehr unterschiedlichen Zielgruppen besetzt ist. Es gibt außerdem stärkere demographische Unterschiede, unterschiedliche Preise der Produkte und außerdem ist der Markt weit umkämpfter. Das führt zu höheren SEA-Kosten und gleichzeitig zu einer weit geringeren Conversion Rate. Bei 0,8 Prozent liegt diese im Bereich Luxus- und Lifestyle. Deswegen rät Frank Rauchfuß, CEO von Intelliad: "Für Marketer aus dem Bereich Luxusmode lohnt es sich besonders, Retargeting-Maßnahmen einzusetzen, um unentschlossene User zum Kauf zu bewegen."

Umgekehrt: User, die online nach Markenkosmetik suchen, wissen dagegen meist schon ziemlich genau, welcher Lippenstift es werden soll, hier entscheidet einfach der Preis. Konsequenterweise liegt die Conversion Rate in dem Bereich Kosmetik deutlich über dem Durchschnitt. 6,2 Prozent beträgt diese. Bei 3,2 Prozent liegt der Schnitt.

Der Untersuchung liegen 1,6 Millionen ausgewertete Online-Einkäufe im Zeitraum von Januar bis März 2016 zugrunde.

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