Virtual Reality | | von Irmela Schwab

VR-Commerce - das nächste große Ding für den Handel

Die monströsen Brillen haben den Handel erobert: Immer mehr Händler wie Birchbox oder The Apartment by The Line ziehen virtuelle Realität heran, um ihre Kunden ihr Sortiment erleben zu lassen. Ähnliche wie Pop-up-Stores tauchen die Geschäfte nur für eine Zeitlang auf, nämlich dann, wenn Kunden die VR-Brillen aufsetzen. Das können sie zu jeder Zeit, an jedem Ort - wie Sapient Nitro es in Cannes während des Werbefestivals Cannes Lions demonstriert hat. Dort konnten Besucher im The Apartment by The Line im New Yorker Stadtteil Soho einkaufen, indem sie ein Samsung Gear VR Headset überstülpten und dann Produkte in ihren virtuellen Einkaufwagen legten. Offenbar aufregender als es ein normaler Shopping-Tripp sein kann, den man ja schon vom öden Alltag gewohnt ist.

Adrian Slobin, Global Innovation Lead und Managing Director von Sapient Nitro hat in Advertising Age drei Tipps zusammengestellt, wie Händler die neue Technologie für sich nutzen können. LEAD digital hat diese verkürzt zusammengefasst:

  1. Fangen Sie an zu spielen und zu testen: Dem VR-Markt wird ein Volumen von vier Milliarden Dollar im Jahr 2018 in Aussicht gestellt. Um von dem Boom zu profitieren, sollten sich Unternehmen schon heute darauf einstellen und an ihrer VR-Strategie tüfteln. Für Outdoor-Händler empfiehlt es sich etwa ihre Standard-Produktbeschreibungen um VR-Anwendungen zu ergänzen. Somit können Kunden beispielsweise in ein Zeit krabbeln, um zu testen, ob ihre Familie bequem reinpasst. Baumärkte könnten eine Applikation erstellen, über die Kunden Produkte im Geschäft oder aber zuhause ausprobieren können - virtuell. 
  2. Setzen Sie auf mobiles VR:  Beinahe jedes Handy, das heute hergestellt wird, hat eine VR-Funktionalität - und somit hat auch fast jeder Smartphone-Besitzer theoretisch Zugang zu virtuellen Welten. Daher liegt die Vermutung nahe, dass die kritische Masse an Anwendern über mobile Geräte kommen wird. Für Händler bedeutet das, ihre VR-Anwendungen für diese Geräte aufzubereiten. Ein Beispiel dafür sind Gilt Group oder Groupon, die eine hohe mobile Nutzerschaft hat. Diese könnten ihre User dazu bringen, ihre Headsets aufzusetzen und sich eine limitierte Anzahl an Produkten zu erschließen. Über einen Avatar in ihrer Größe und Statur können sie dann virtuelle Looks ausprobieren. Darüber können Beziehungen zu den Kunden nachhaltig gestärkt werden.
  3. Andere Technologien integrieren. Die Einführung von Virtual Reality wird viele technologische Hürden zutage fördern wie das bereits Jahre zuvor mit dem Aufkommen des mobilen und stationären Internet geschehen ist. Die gute Nachricht ist, dass viele Unternehmen schon verstehen, dass sie Backend-Technologie benötigen, um ein nahtloses Erlebnis zu gewährleisten. Gleichzeitig wird sich die VR-Technologie weiterentwickeln. So haben Facebook und Youtube ihre Plattformen für 360-Grad-Videos angepasst: Konsumenten haben nun Zugang zu Kameras wie der Ricoh Theta und Kodak SP360. Unternehmen  mit VR-Commerce-Plattformen müssen imstande sein, diese Technologien zu integrieren. 
VR-Commerce - das nächste große Ding für den Handel

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