Statista | | von Annette Mattgey

Tchibo ist der Shop mit der höchsten Kaufwahrscheinlichkeit

Nicht jeder Klick wird zum Kauf. Tchibo liegt dabei an der Spitze der deutschen Onlineshops und lässt Konkurrenten wie Amazon und Otto hinter sich. Welche Faktoren treiben also wie stark den Erfolg eines Online-Shops? Bereits zum zweiten Mal veröffentlicht Statista eine ausführliche, empirische Studie, die die Erfolgsfaktoren und wichtigsten Hebel zur Erhöhung der Kaufwahrscheinlichkeit identifiziert und den Einfluss je Treiber quantifiziert. Insgesamt werden für Shops in 11 Produktsegmenten 115 Prüfkriterien in den Bereichen Aufbau & Usability, Vertrauen & Sicherheit, Service & Kommunikation,  Payment, Kauf & Lieferung sowie technische Details unter die Lupe genommen.

Die Online-Shop-Studie von Statista hat ergeben, dass nicht immer eine Korrelation zwischen Traffic und Kaufwahrscheinlichkeit besteht. So hat beispielsweise Verkaufsriese Amazon einen weit überdurchschnittlichen Traffic zu verzeichnen, liegt jedoch bei der tatsächlichen Kaufwahrscheinlichkeit zwei Prozentpunkte unter Quelle, die viel weniger Besucher auf ihrer Webseite vorzuweisen haben.

Beliebteste Zahlverfahren werden nicht zwingend angeboten

Zu den beliebtesten Bezahlmethoden gehören bei Online-Shoppern die Rechnung, Paypal und das Lastschriftverfahren.  Dieses User-Bedürfnis spiegelt sich jedoch nicht unbedingt in den tatsächlich angebotenen Bezahlmethoden wieder. So ist beispielsweise bei den Universal-Anbietern Paypal zwar das meist angebotene Zahlungsmittel, doch bieten deutlich weniger Online-Shops die favorisierte Zahlung auf Rechnung bzw. noch weit weniger das Lastschriftverfahren an.

Die wichtigsten 3 Faktoren

Der erste Eindruck zählt. Auch und vor allem beim universalen Online-Shopping. Als signifikant relevante Hebel zur Erhöhung der Kaufwahrscheinlichkeit unter Universal-Anbietern zeichneten sich vor allem der erste Eindruck, der durch das Layout vermittelt wird, die Struktur der Startseite und die Usability im Katalogsystem aus. Als weniger relevant konnten die Hotline und SSL-Verschlüsselung identifiziert werden.

E-Mails: Richtiger Ton, falscher Inhalt

Es stellt sich heraus, dass unter den Universal-Anbietern eine adäquate Kundenkommunikation in Form von freundlicher Ansprache und einer professionellen Optik der E-Mail bereits beherrscht wird, der Informationsgehalt hingegen jedoch noch nicht immer die Belange der Kunden zu vollen Zufriedenheit erfüllt.

Das Ergebnis der umfangreichen Studie weist 750 Online-Shops aus, die mit sehr hohem Niveau im Gesamtscore überzeugen konnten. Eine Leseprobe gibt es hier zum Download. Bestellungen nimmt Statista bereits jetzt entgegen.

Infografik: Klicken heißt nicht gleich kaufen | Statista
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