Digitaler Umsatz | | von Anja Janotta

Spotify & Co. beleben das Musikgeschäft

Den neuen Musikdiensten sei Dank - die Musikindustrie kann sich wieder erholen. In Europa vermeldet die Branche 2013 das erste Umsatzplus seit zwölf Jahren. In den USA hat sich das Geschäft stabilisiert, wie der Branchenverband IFPI mitteilt. Die Erlöse im digitalen Geschäft, zu dem Internet-Downloads und Streaming-Dienste gezählt werden, wuchsen im vergangenen Jahr insgesamt um 4,3 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Ein Großteil spielen Abo-Angebote wie Spotify oder Deezer ein. Sie verbuchten ein Umsatzplus von 51 Prozent auf gut 1,1 Milliarden Dollar. Zuletzt gab es weltweit 28 Millionen Nutzer solcher Dienste, bei denen die Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird.

Trotz allem: Der Musikträger Nummer 1 bleibt die CD, sie bringt immer noch den Großteil des Umsatzes ein. "Sie schlägt sich besser als wir vor fünf Jahren gedacht hätten", sagt Universal Music-Manager Max Hole. Physische Tonträger machten im vergangenen Jahr noch 51 Prozent des Geschäfts aus, trotz eines Umsatzrückgangs von 11,7 Prozent.

Weltweit erwirtschaftet die Musikindustrie 15 Milliarden Dollar. Global schrumpfte der Markt im vergangenen Jahr um 3,9 Prozent, hauptsächlich weil die CD-Verkäufe in Japan einbrachen, wo der Wandel zeitversetzt nun auch einsetzte. Der Umsatz brach im vergangenen Jahr um 16,7 Prozent ein. In Japan wird noch immer ein Fünftel der weltweiten Musik-Erlöse erwirtschaftet.

Ganz anders ist die Situation beispielsweise in Schweden: In dem Heimatland von Spotify, machen Abo-Dienste bereits 70 Prozent des gesamten Musikgeschäfts aus und haben sogar die CD in eine Nische gedrängt. Der Siegeszug der Streaming-Dienste dürfte mit zunehmend schnelleren Datennetzen wohl noch eine Weile weitergehen, inzwischen werden Dienste wie Spotify auch immer häufiger im Auto genutzt. dpa/aj

Spotify & Co. beleben das Musikgeschäft

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