Nach diesem Online-Prinzip sortiert Amazon seinen Buchladen.
Nach diesem Online-Prinzip sortiert Amazon seinen Buchladen. © Foto:Unternehmen

Multichannel-Strategie | | von Irmela Schwab

So sieht der Amazon-Buchladen in New York aus

Wer bei der amerikanischen Bücherkette Barnes & Nobles ein Buch kauft, bekommt einen Kassenzettel, auf dem nicht nur der Preis steht. Sondern auch Empfehlungen zu Büchern, die einen eventuell auch interessieren. Das ist nett - und erinnert natürlich stark an das, was Amazon online macht. 

Was Amazon nun selbst im eigenen Bücher-Showroom in New York umsetzt, geht laut Adweek in eine ähnliche Richtung, ist aber noch weitaus beeindruckender: Denn der E-Commerce-Gigant aus Seattle verwendet noch wesentlich mehr erprobte Konzepte von seinem eigenen Internet-Marktplatz. Hier die wichtigsten fünf Punkte:

1. Bücher-Reviews

Im Geschäft finden sich Beurteilungen über einzelne Bücher an die Regale geheftet. Damit sorgt Amazon für Einordnung und Orientierung.

2. Produktinteressen abfragen

Auf den Büchern gibt es keine Preise. Um die Kosten für ein Buch abzufragen, muss der Interessent den Buchdeckel mit der Amazon-App abfotografieren oder das Buch mit einem Selbstbedienungsscanner erfassen. Damit könnte Amazon individuellen Produktinteressen auf die Schliche kommen - und Käufern, die das Buch nicht kaufen, dasselbe oder ähnliche Online anbieten.

3. Mobile Payment

Über die Amazon-App lässt sich ein Buch per Scan auch im Laden direkt kaufen, aber die App mit den gekauften Produkten am Ausgang vorzeigen.

4. Nur beliebte Titel

Anstatt die Regale wahllos mit neuen Büchern vollzustopfen hat Amazon von allen 3000 Titeln im Laden nur die beliebtesten mit einem Vier-Sterne-Rating auf amazon.com aufgenommen und diese mit Online-Kunden-Beurteilungen versehen.

5. Gute Lesbarkeit 

Wie bei amazon.com können die Bücher leicht erfasst werden, weil sie mit dem Buchdeckel nach vorne zeigen. 

Darauf hätten auch andere Geschäfte kommen können. Amazons Modell ist zumindest eine tolle Möglichkeit das Ladengeschäft zu überdenken, ohne das man iPads oder andere Screens im Laden installieren muss. Das Handy der Käufer reicht völlig aus - ist aber nicht nötig, um in den - altbekannten - Online-Stöbermodus zu kommen.

So sieht der Amazon-Buchladen in New York aus

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