Quartalsbilanz | | von Deutsche Presse-Agentur

Schwarze Null: Zalando sieht Licht am Ende des Tunnels

Das Umsatzwachstum war bei Zalando noch nie das Problem - aber mit den Gewinnen haperte es bislang. Jetzt hat der Onlineshop schwarze Zahlen für das zweite Quartal zu vermelden. Allerdings dämpft  Zalando die mögliche Euphorie gleich wieder. Im zweiten Quartal 2014 seien schwarze Zahlen erreicht worden, sagte Vorstand Rubin Ritter am Freitag. Für das gesamte erste Halbjahr stehe damit voraussichtlich eine schwarze Null. Der Nettoumsatz stieg im selben Zeitraum um fast 30 Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro. Alleine im zweiten Quartal fuhr das Unternehmen zwischen 520 und 560 Millionen Euro ein, so die vorläufigen Zahlen. Im Vorjahresquartal lag die Summe bei 437 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr bleibt Zalando trotzdem vorsichtig.

Es ist nicht das erste Quartal mit schwarzen Zahlen für den Berliner Internet-Händler. Auch in einem vierten Quartal gab es schon einmal Gewinne - da würden allerdings auch die teuersten Artikel verkauft, sagte Ritter. Jetzt sei das Unternehmen erstmals auch in einem zweiten Quartal profitabel.

Das liegt laut Ritter vor allem an Optimierungen beim Wareneinkauf, bei Logistik und Marketing. Investitionen in die Logistikzentren in Erfurt und Mönchengladbach zahlten sich nun aus. Auch die Kundenbasis wachse weiter. "Wir gewinnen Marktanteile in allen Branchen dazu", sagte Ritter. Trotzdem dämpfte er die Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr: Es solle "einen entscheidenden Schritt in Richtung Ebit-Breakeven" geben, die Gewinnschwelle werde aber eventuell nicht ganz erreicht.

Zalando wurde 2008 gegründet und hat in den vergangenen Jahren die Textil-Versandhandelsbranche durcheinandergewirbelt. Der reine Internet-Händler bietet rund 150.000 Produkte an, außer Bekleidung auch Haushaltsartikel, Einrichtungsgegenstände für die Wohnung, Sportgeräte und Kosmetik. Größter Anteilseigner ist der schwedische Investor AB Kinnevik mit 37 Prozent vor den wohl bekanntesten deutschen Internet-Investoren, den Samwer-Brüdern, mit 17 Prozent. Zuletzt war über einen Börsengang spekuliert worden.

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