Return Path | | von Irmela Schwab

Reaktivierung per Email: Wie Sie Kunden zurück erobern

Aus Kunden Stammkunden zu machen ist keine leichte Aufgabe, an der sich das Marketing beweisen muss. E-Mail-Intelligence-Dienstleister Return Path empfiehlt, inaktive Abonnenten über Rückgewinnungskampagnen wieder zu aktivieren. In einer aktuellen Leistungsstudie hat er dafür rund 300 Millionen Email-Nachrichten unter die Lupe genommen - und daraus folgende Ratschläge abgeleitet:

1. Verwenden Sie ein neues E-Mail Template und prägnante Betreffzeilen. Sowohl Template als auch Betreffzeile sollten sich deutlich von herkömmlichen E-Mails abheben und dazu dienen, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Setzen Sie den Fokus auf einen zentralen Handlungsaufruf (Call to Action).

2. Wann Sie Reaktivierungskampagnen starten sollten, hängt stark von Ihrem Geschäftsmodell sowie der Frequenz Ihrer E-Mail Kampagnen ab. Im Retail-Business können Sie Rückgewinnungskampagnen bereits nach 30 bis 90 Tagen Inaktivität starten.

3. Wenn Sie an die inaktiven E-Mail Adressen schon länger keine Mails mehr verschickt haben und es sich um eine größere Liste handelt, nutzen Sie für Reaktivierungskampagnen am besten eine andere IP-Adresse als für Ihre reguläre Kommunikation mit Ihren aktiven Abonnenten.

4. Mailen Sie nicht an die ganze Liste auf einmal, sondern definieren Sie kleinere Segmente. Beobachten Sie dann Beschwerden, Abmeldungen und die Rate unbekannter Nutzer.

5. Senden Sie mehr als nur eine Reaktivierungsmail. Testen Sie verschiedene Inhalte, um Ihre Abonnenten zu einem erneuten Kontakt zu motivieren.

6. Wenn Sie im Rahmen der Reaktivierungskampagne verschiedene Angebote verwenden, sollten Sie die Art der Angebote in einem A/B-Test prüfen. In unserer Analyse waren feste Nachlässe (xy Euro) im Vergleich zu variablen Nachlässen (xy Prozent) der eindeutige Gewinner. Testen Sie das aber bei Ihrer Zielgruppe!

7. Experimentieren Sie! Sind es Fakten, die Ihr Zielpublikum überzeugen können? Oder eine eher bildgetriebene, emotionale Art der Ansprache?

8. Nutzen Sie vorhandene Datenpunkte (z.B. Zeitpunkt der letzten Aktivität), um die Email zu personalisieren. Erinnern Sie Abonnenten daran, welchen Mehrwert Ihre E-Mails bieten.

9. Sobald die initiale Reaktivierungskampagne getestet wurde und läuft, bietet es sich, an Trigger-Mails aufzusetzen, die beim Erreichen bestimmter Triggerpunkte automatisch aktiviert werden.

10. Prüfen Sie die Inhalte Ihrer Reaktivierungskampagne und die verbunden Kennzahlen regelmäßig.

11. Holen Sie sich Feedback ein. Versuchen Sie herauszufinden, warum die Abonnenten inaktiv wurden. Dieses Wissen kann Ihnen helfen, in Zukunft mehr aktive Abonnenten zu haben.

12. Entfernen Sie inaktive Abonnenten, die nicht sofort auf Ihre Rückgewinnungsmails reagieren, nicht sofort. Geben Sie Abonnenten gebührend Zeit, wieder mit Ihrer Marke und Ihrem Unternehmen zu interagieren.

13. Wenn Sie Abonnenten von Ihren Listen entfernen, machen Sie dies in Ihrer Kommunikation vorher ganz klar. Und setzen Sie die getätigten Aussagen auch in die Tat um.

Reaktivierung per Email: Wie Sie Kunden zurück erobern

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