Studie | | von Frauke Schobelt

Prognose für Online-Handel: 50 Milliarden Euro bis 2015

37 Millionen Deutsche, also jeder zweite Verbraucher, kaufte 2013 im Internet ein. Entsprechend erfolgreich verlief das Jahr für den deutschen Online-Handel, der rund 34,3 Milliarden Euro einnahm. Das entspricht 8,1 Prozent des deutschen Gesamthandelsvolumens.

Auch für 2014 wird ein weiteres Wachstum von rund 22 Prozent und damit ein Gesamtumsatz von 41,85 Milliarden Euro erwartet – der Anteil am gesamten Handelsvolumen würde dann auf 9,7 Prozent steigen. Diese optimistische Einschätzung ist das Fazit einer internationalen Untersuchung im Auftrag von Deals.com, einem Portal für kostenlose Gutscheine und Rabatte.

Die Studie prognostiziert für 2014 einen Anstieg des Gesamtumsatzes in Europa um 18 Prozent auf 155,3 Milliarden Euro (2013 waren es noch 131,6 Milliarden Euro). Den größten Anteil der Online-Ausgaben nehmen dabei die drei großen E-Commerce-Märkte Großbritannien, Deutschland und Frankreich mit insgesamt 81 Prozent ein. Und es wird weiteres Wachstum vorhergesagt: Experten erwarten für 2015 einen weiteren Anstieg des Online-Umsatzes in Deutschland auf dann 49,8 Milliarden Euro. 

2013 hat jeder Deutsche durchschnittlich 419 Euro im Internet ausgegeben, 2014 werden hier sogar 511 Euro erwartet. Schaut man sich nur die 37 Millionen E-Shopper in Deutschland an, dann bestellte jeder innerhalb des Jahres Waren im Wert von rund 927 Euro. Für 2014 erwarten die Experten einen weiteren Anstieg auf dann 1.131 Euro pro Kopf und damit zum ersten Mal auf mehr als Tausend Euro pro Käufer. Zum Vergleich: 2012 betrug die Einkaufssumme nur 666 Euro.

„Der E-Commerce-Markt in Deutschland ist noch längst nicht gesättigt. Mit 2014 wird im Online-Handel ein weiteres Wachstumsjahr erwartet“, erklärt Tobias Conrad, General Manager bei Deals.com. „Die insgesamt niedrigeren Preise und Angebote gerade in Online-Shops kombiniert mit der bequemen Art einzukaufen, locken immer mehr Käufer ins Internet. So werden auch in Zukunft noch mehr Unternehmen von diesem wachsenden Markt profitieren.“ 

Die durchschnittliche Ausgabe für Online-Shopping pro Kopf liegt innerhalb der untersuchten Länder in Europa bei 343 Euro. Deutschland kommt damit auf den zweithöchsten Wert. Mit 727 Euro liegt Großbritannien an der Spitze, an dritter Stelle folgt Frankreich mit 408 Euro im Schnitt pro Kopf. Deutlich weniger Geld im Online-Handel lassen die Konsumenten in Polen (90 Euro pro Kopf) und Italien (87 Euro pro Kopf).

Im Vergleich mit den USA allerdings fallen die europäischen Zahlen im Durchschnitt dennoch eher gering aus. Der Anteil der E-Shopper ist dort bereits größer: Kaufen in Europa lediglich 45 Prozent online ein, sind es in den USA mit 55 Prozent bereits mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Der Einkaufswert pro Kopf ist mit 623 Euro im Schnitt in den USA fast doppelt so hoch wie bei Einkäufen der Europäer (343 Euro). 

Zur Umfrage:Die internationale Studie wurde von Deals.com in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research in neun Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Schweden, Spanien und den USA) im Februar 2014 durchgeführt. Dabei wurden statistische Analysen des E-Commerce Marktes erstellt, Handelsstatistiken ausgewertet, Telefoninterviews mit über 100 führenden Händlern sowie eine repräsentative Befragung unter insgesamt 9.000 Befragten (darunter 1.000 deutsche Konsumenten) durchgeführt. 

Ausführliche Ergebnisse der Umfrage gibt es hier: http://www.deals.com/internationale-e-commerce-studie-2014

Prognose für Online-Handel: 50 Milliarden Euro bis 2015

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