GfK | | von Annette Mattgey

Personal Shopping: Einmal genutzt, für immer begeistert

Vor allem Männer tun sich bei der Auswahl beim Kleiderkauf schwer - daher ist Personal Shopping wohl eine der E-Commerce-Aktivitäten, bei denen die Männer vorweggehen. Zehn Prozent der Internetnutzer haben sich so schon mal Klamotten aus dem Netz besorgt. Bei den Frauen sind es weniger. Wiederkommen wollen die meisten von ihnen, nämlich 80 Prozent. Das Marktforschungsinstitut GfK untersuchte im Auftrag von Outfittery den Personal Shopping-Markt. Im Rahmen der repräsentativen Studie wurden insgesamt 1.605 Online-User befragt.

Auch diejenigen, die Personal Shopping bisher links liegen ließen, haben großes Interesse daran: Jeder dritte Online-User möchte künftig so einen Service in Anspruch nehmen. Gut zehn Prozent der Männer hat dies bereits getan, bei Frauen sind es nur knapp sechs Prozent. Im Ergebnis nutzen damit zwei Drittel mehr Männer als Frauen Personal Shopping.

Diejenigen, die sich nicht für Personal Shopping interessieren, geben folgende Beweggründe an: Bei Männern dominiert generelles Desinteresse an Mode (26 Prozent); Frauen gehen in erster Linie lieber selbst einkaufen (31 Prozent). Sie haben allerdings generell ein entspannteres Verhältnis zum Thema Einkaufen: Hier zeigt die Studie, dass 31 Prozent der Männer den Kauf von Kleidung oder die Wahl des Outfits als stressig empfinden. 22 Prozent finden es aufwändig, sich durch die vielen unterschiedlichen Angebote zu wühlen. Frauen scheint das weniger zu stören. 27 Prozent geben an, gerne ausgiebig shoppen zu gehen.

Der mit Abstand bekannteste Personal Shopping Service ist zugleich der Pionier im kuratierten Einkaufen: 32 Prozent der Männer kennen Outfittery. Dazu trugen auch die bisherigen Werbespots bei (eher witzig im Frühjahr 2015 und mit einer seriösen Style-Expertin im Sommer 2015). Und sogar unter den Frauen ist das Berliner Startup am bekanntesten, obwohl es seinen Service bisher nur Männern anbietet. 16 Prozent der Frauen kennen Outfittery. Andere Marktteilnehmer erreichen bei Frauen nur einstellige Bekanntheitswerte. Ein ähnliches Bild auch bei den männlichen Online-Usern. Lediglich Modomoto erzielt hier einen knapp halb so hohen Bekanntheitswert (15 Prozent) wie Outfittery (32 Prozent). In der gestützten Befragung wurde die Bekanntheit aller auf dem Markt tätigen deutschen Unternehmen abgefragt.

 

Frauen sind Lust-Shopper: 27 Prozent gaben an, gerne ausgiebig zu shoppen und 24 Prozent sehen im Einkaufen sogar ein Freizeitvergnügen. Nur knapp die Hälfte der Männer teilt diese Einstellung: Lediglich 13 Prozent gaben an, ausgiebig shoppen zu gehen und nur gut 11 Prozent sehen darin ein Freizeitvergnügen.

Julia Bösch, Gründerin und Geschäftsführerin von Outfittery, zu den Ergebnissen der Studie: "Wir haben den Markt und das Potenzial untersuchen lassen, um verlässliche Daten und Fakten über Personal Shopping zu erhalten. Obwohl wir den Markt als Pionier gut kennen, haben uns einige Studienergebnisse doch positiv überrascht. Aufschlussreich sind auch das große Interesse der bisherigen Nicht-Nutzer und die hohe Wiedernutzungsabsicht.“

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