Teradata | | von Irmela Schwab

Paradebeispiele für Big Data Marketing

Was in anderen Industriezweigen längst zum Alltag gehört, muss das Marketing erst nach und nach lernen: Prozesse, die durch Daten gesteuert werden. Doch die Anzahl derer, die in der Kampagnenführung mithilfe von Big Data ein Schreckgespenst sehen, nimmt langsam ab - einfach implementierbaren Lösungen sei Dank. Data Analytics-Dienstleister Teradata hat auf der Teradata Conference & Expo in Dallas seine Cloud-Lösung für Integrated Marketing Management (IMM) vorgestellt, über die Marketer Daten aus dem gesamten Unternehmen zusammentragen, die Planung steuern und unmittelbar auf die Erkenntnisse reagieren können. Von der Email bis zur Interaktion via Social Media, je nach Kundenpräferenz. 

Über die cloudbasierte-Lösung erwartet Volker Wiewer, Vice President International Teradata eCircle einen Schub im Einsatz automatisierter Tools - schließlich entfällt für die Unternehmen damit die Anschaffung von teuren Servern. Auch in Deutschland fallen die Barrieren: “Während bisher zwischen fünf bis zehn Prozent des Markts mit Big Data-basierter Werbung aktiv sind, werden es mittelfristig zwischen 30 und 40 Prozent sein”, schätzt Wiewer. Zum Vergleich: Laut einer aktuellen Studie von Teradata zufolge planen weltweit 71 Prozent der Marketer in den kommenden zwei Jahren Big Data Analytics im Marketing einzusetzen.

Dass über Big Data das Customer-Engagement nachhaltig gesteigert werden kann, wurde auf der Konferenz Teradata-Kunden demonstriert. So erwirtschaftet der amerikanische Wohnaccessoire-Händler Williams-Sonoma mit seinen Shops West Elm und Pottery Barn mittlerweile 50 Prozent seines Gesamt-Umsatzes über seinen Online-Shop. Big Data Analytics helfen ihm enorm dabei, versteckte Umsatzpotenziale zu erschließen, erklärt VP Customer Analytics Mohan Namboordiri. Ein Beispiel: Weil er festgestellt hat, dass Pinterest die größte Quelle für Referral Traffic des Retailers ist, zeigt er nun die meist gepinnten Produkte auf der Website. A/B-Tests helfen zusätzlich dabei, festzustellen, welche Präsentation bei den Usern besser ankommt. Das "next big thing" bei Williams-Sonoma ist es nun das Potenzial von Social Data weiter auszuschöpfen: So wird etwa auf Geburtstage im Freundeskreis hingewiesen und dazu Empfehlungen gemacht (s. Bild).

“Über datengetriebenes Marketing lässt sich enorm viel über den Kunden lernen”, so Greg Jung, VP Product Marketing bei Teradata. Zusätzliche lasse sich der Return on Marketing Invest (ROMI) genau eruieren. Er beschreibt die Interaktion mit den Konsumenten in Form eine Schleife: “Zunächst geht es darum den Konsumenten besser zu verstehen, dann darum, mit ihm anhand dieser Erkenntnisse zu interagieren.” Das immense Datenmaterial, das auf verschiedene Menschen mit verschiedenen Geschmäckern hinweist, hat - neben seinem Schrecken - auch etwas Gutes, findet David Shapiro, VP Corporate Development bei DataXu. “Marketer können sie dazu einsetzen, verschiedene kleine Tests durchzuführen. Dabei können sie alles messen, und sich über einen längeren Zeiträum hinweg ein konkretes Bild vom Konsumenten machen.”

Paradebeispiele für Big Data Marketing

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