Pilotprojekt | | von Irmela Schwab

Online werben, Offline verkaufen: Google weist Wirkung nach

Über Cookie-Tracking kann die Customer Journey im Netz mittlerweile ganz gut verfolgt werden. Doch ob eine Online-Ad auch zu einem Kaufabschluss im Web führt - das ist der heilige Gral, an dem digitale Plattformen derzeit arbeiten. Während Facebook über Custom Audiences Offline-Verkäufe im Einzelhandel rekonstruieren kann, geht Google einen ähnlichen Weg.

US-Presseberichten zufolge, hat der Internet-Gigant in den USA derzeit ein Pilotprojekt mit sechs Unternehmen gestartet, darunter die Kunsthandwerkskette Michaels. Dabei werden die anonymen Informationen, die über Tracking-Cookies gewonnen werden, mit Ladenverkäufen abgeglichen. Die Daten dazu stammen von Data-Dienstleistern wie Acxiom, DataLogix, LiveRamp und der Alliance of Data Systems: Die Unternehmen haben über Kundenkarten und ähnlichen Loyalty-Programmen Zugang zu einem Füllhorn an Käufen, die in den USA getätigt werden.

Um Online-Aktivitäten während der Customer Journey zu messen, zieht Google AdWords heran. Über das Ad-Tool können Click-through Rates, Cost per Click und Post-Click Information ausgewiesen werden. Um die Attribution auf Offline-Geschäfte auszuweiten, geht Google so vor: Wenn ein User auf eine Ad klickt, sendet Google eine anonyme “Click-ID” zum werbungtreibenden Unternehmen respektive dessen Data-Dienstleister, der diese Information mit einem Cookie auf dem Computer des Users abgleicht. Kauft der Kunden dann Tage oder Wochen später ein Produkt im Laden, kann der Kauf dem User-Cookie sowie Googles Click-ID zugeschrieben werden. Damit ist Google in der Lage Werbungtreibenden zu berichten, wieviel und welche ihrer Ads zu Käufen geführt haben.

Online werben, Offline verkaufen: Google weist Wirkung nach

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