Zalando gehört zu den beliebtesten Mode-Onlineshops.
Zalando gehört zu den beliebtesten Mode-Onlineshops. © Foto:Zalando/Screenshot Youtube

Similar-Web-Daten | | von Thuy Linh Nguyen

Online-Handel 2016: Wer den Start gut gemeistert hat

Das Fazit für den deutschen Online-Handel im ersten Quartal 2016: Die Besuche in Internetshops ist gesunken. Dies geht aus der Analyse der Social-Commerce-Gruppe Pepper hervor. Als Basis der Untersuchung dienen Daten des IT-Unternehmens Similar Web. Anfang des Jahres berichtete das Netzwerk bereits über die beliebtesten Onlineshops der Deutschen.

Die neuen Ergebnisse beschränken sich auf die 20 führenden Online-Händler in Deutschland, deren Reichweite im Vergleich zum Vorquartal um 6,8 Prozent gesunken sind. Trotz des schwächelnden Interesses der Konsumenten verzeichnet Amazon 1,1 Milliarden Besuche zwischen Januar und März 2016 und ist damit das meistbesuchte Shopping-Portal. Es folgt Ebay und das eigene Portal Ebay Kleinanzeigen mit jeweils 701,7 und 289,7 Millionen Besuchen. Otto platziert sich mit 88,4 Millionen Visits auf Rang vier und ist damit der reichweitenstärkste deutsche Online-Händler.

Auffällig ist, dass vor allem die Themen Mode und Elektronik einen hohen Stellenwert bei den Konsumenten haben. So befinden sich vier Elektronik-Shops (Media Markt, Saturn, Conrad und Notebooksbilliger.de) und fünf Modehändler (Zalando, Dawanda, Bonprix, H&M und Kleiderkreisel) unter den zwanzig reichweitenstärksten Onlineshops.

Viele Verbraucher vertrauen den von ihnen bereits bekannten Online-Shops und surfen diese auch direkt an - ein Zeichen für Loyalität. Im ersten Quartal entfielen 52,8 Prozent der insgesamt 2,67 Milliarden Besuche auf Direct-Type-Ins. Der relative Anteil der direkten Besuche lässt erkennen, wie gut es einem Online-Shop gelungen ist, eine loyale Kundenbasis aufzubauen. Besonders stark punkten dabei Tchibo (68,1 Prozent), Pearl (60,2 Prozent), Kleiderkreisel.de (59,9 Prozent) und Ebay (59,5 Prozent). Ein deutlich schwierigeres Standing hatten im ersten Quartal hingegen Ikea (32,6 Prozent), H&M (34,6 Prozent), Dawanda (35,5 Prozent), Eventim (37,1 Prozent) und Media Markt (37,8 Prozent). Nur jeder dritte Konsument besuchte diese sechs Online-Shops direkt. Drei von vier Besuchern mussten hingegen geworben werden

Nicht zu unterschätzen ist generell der Traffic von Suchmaschinen, wobei vor allem Google mit einem Anteil von rund 22 Prozent der Spitzenreiter unter den Organic-Search-Quellen ist. Am schlechtesten schneiden Newsletter (0,9 Prozent, 23,1 Millionen Besuche) und Werbebanner (0,2 Prozent, 5,3 Millionen Besuche). Hier ein Überblick über die verschiedenen Traffic-Kanäle:

traffic-kanäle

Eine weitere Informationsquelle vor einem Kauf sind Vergleichs- und Ratgeberportale, die durchschnittlich 18,6 Prozent der Verbraucher besuchen. Mit 34,7 Millionen vermittelten Besuchen (1,3 Prozent Traffic-Anteil) führt die Plattform Idealo die Liste der Referrer-Seiten an. Danach folgen das Social-Commerce-Portal Mydealz.de von Pepper (0,7 Prozent Traffic-Anteil) und Chip.de (0,5 Prozent Traffic-Anteil). dabei profitieren Ebay, Notebooksbilliger.de und Groupon am stärksten von Werbepartnerschaften. Gut jeder fünfte Besucher wurde auf externen Seiten auf Angebote dieser Shopping-Portale aufmerksam.

Die Nutzung von sozialen Netzwerken als Werbeplattform hat sich für die Online-Händler im ersten Quartal allerdings kaum gelohnt. Mit einem Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal konnten die Online-Shops gerade einmal drei Prozent ihren Reichweite über Social Media generieren. Wobei Facebook mit 77,7 Prozent (61,8 Millionen Besuche) der "sozialen Reichweite" deutlich dominiert und noch vor Youtube und Twitter steht. 

Auch die Frage, über welche Endgeräte Konsumenten im Internet auf Einkaufstour gegangen sind, lässt sich über die Daten von Similar Web beantworten. 56,8 Prozent der Besucher riefen einen der 20 führenden Online-Shops über Desktop-Rechner oder Notebook auf. Im Vergleich zum vierten Quartal 2015 ist der Anteil der Käufe über Smartphone und Tablet von 45,4 auf 43,2 Prozent gesunken.

Online-Handel 2016: Wer den Start gut gemeistert hat

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