Nestlé | | von Annette Mattgey

Maggi.de versorgt Köche vom Rezept bis zur Online-Bestellung

Social Media-Elemente, responsives Design und mit einem Klick zur Online-Bestellung: Beim Relaunch von Maggi.de hat das Unternehmen alle Register gezogen, um im Kampf der Koch-Seiten mithalten zu können. Denn die rüsten auf: Eben verkündete Gruner + Jahr, mehr Bewegtbildformate zu produzieren, die via Chefkoch.de das Kochen schmackhaft machen sollen. Da sieht auch Ingo Schäfer, Leiter Communication & PR, Nachholbedarf. Immerhin besteht der Youtube-Kanal des Maggi Kochstudios seit 2007. In letzter Zeit wurden vor allem TV-Spots hochgeladen. Doch das soll sich ändern. Dabei kann Maggi mit einem Pfund wuchern, das nicht selbstverständlich ist: 40 Mitarbeiterinnen beschäftigen sich mit der Rezept- und Produktentwicklung und betreuen die Inhalte in Social Media. Die Videos sollen daher auch inhouse produziert werden. Für die Social Media-Strategie verantwortlich ist Patrick Swientek, Head of Digital bei Maggi.

"Maggi ist ein Online-Pionier der ersten Stunde", erzählt Schäfer (Bild) und verweist auf den Start 1996. Die Maggi.de-Website sei heute das Herzstück des "digitalen Ökosystems". Kochhilfe im Alltag will die Website bieten. "Seit drei bis vier Jahren ist die Suche nach Problemlösungen für das tägliche Kochen stärker ins Internet gewandert", so Schäfer. Beeindruckend die Google-Suchanfragen zum Thema Essen: 1250 Suchen werden pro Minute in Deutschland ausgelöst.

Google hatte bei der Entwicklung der neuen Seite durchaus einen wichtigen Einfluss: Die Nestlé-Marke hat sich von der Suchmaschine hinsichtlich der semantischen Suche beraten lassen. Am Ende sollen "die richtigen Rezepte für mich" (Swientek) angezeigt werden und kein endloses Link-Sammelsurium. Deswegen lassen sich die Rezepte neben der Zubereitungszeit nach Kategorien (Salat, Pasta, Für Kinder..) sortieren sowie bestimmte Zutaten ein- oder ausschließen.

Von der Ideenfindung über das Rezept, Anleitungen zur Zubereitung, das Kochen, Genießen und das anschließende Gespräch in sozialen Netzwerken will Maggi seine Nutzerinnen - in der Mehrzahl sind es Frauen, die für die tägliche Essenszubereitung verantwortlich sind - begleiten. Wem das Netz alleine zu unpersönlich ist, kann sich via Facebook, Mail und Telefon an die Ernährungsexperten wenden.

Bereits in den ersten zwei Wochen, in denen die renovierte Website online ist, verzeichnet Schäfer einen Traffic-Zuwachs. Aus dem Konsumenten-Feedback ergebe sich eine "Lernkurve". Der reduzierte Stil komme gut an, insbesondere auch die kontextuelle Hilfe. Zum Service gehört auch eine Einkaufsliste, die sich aus den Rezepten automatisiert erstellen lässt und die man versenden oder ausdrucken kann. "Das wird jetzt viel stärker genutzt als auf der alten Homepage", freut sich Swientek.

Wer mag, kann seine Einkaufsliste direkt zum Online-Versandhändler seiner Wahl schicken. Maggi arbeitet mit Rewe und Amazon zusammen. Amazon Fresh soll ab Herbst in Deutschland an den Start gehen. "Der Lebensmitteleinzelhandel im Netz ist noch am Anfang, wir sehen aber bereits sprunghafte Entwicklungen," sagt Swientek. Bislang kann man nicht die gesamte Liste an Zutaten online kaufen, sondern nur die jeweiligen Maggi-Produkte. Daran dass man alle Zutaten direkt online kaufen kann, arbeitet Maggi derzeit und hat ein erstes Projekt mit My Time.

Maggi.de versorgt Köche vom Rezept bis zur Online-Bestellung

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