Pieter van der Does, Adyen | | von Kerstin Mattys

Lob für Uber: "Ein großartiges Mobile-Payment-Erlebnis"

Apple Pay ist auch für Adyen interessant. Die Plattform für End-to-end-Bezahllösungen ist mit den Kreditkartenanbietern verbunden und in die Systeme der Händler integriert. "Das bedeutet, dass Händler nur einen Partner benötigen, Apple Pay anzubieten, ohne von Drittanbietern abhängig zu sein", sagt Pieter van der Does, der mit Adyen ein Unternehmen gründete und leitet, das sich als "Herz der schnelllebigen Bezahlrevolution" anpreist.

Was haben Sie nach der Präsentation von Apple Pay gedacht?

Dass aus technischer Sicht die sichere Hardware im Smartphone die interessanteste Innovation ist. Denn sie soll Betrug quasi unmöglich machen.

Können Sie es überhaupt noch erwarten, mit einer Armbanduhr zu bezahlen?

In den vergangenen zehn Jahren stand Online-Bezahlen im Mittelpunkt der Innovationen und Diskussionen, wohingegen die neuesten Entwicklungen in der Payment-Branche eher zurück in Richtung In-Store-Transaktionen gehen. Die Entwicklung von Smartwatches muss dabei definitiv aus Konsumentensicht gesehen werden. Zumindest in nächster Zeit werden sie prozentual gesehen seltener für Zahlungen in Geschäften eingesetzt werden, als mobil per Smartphone bezahlt werden wird. Grund dafür ist, dass Letzteres immer dabei ist, wenn wir das Haus verlassen. Smartwatches werden wegen der hohen Preise und eingeschränkter Faktoren wie Displaygröße und Funktionsumfang eher ein Nischenprodukt sein.

Wer ist Ihr persönlicher Favorit im mobilen Bezahlen und warum?

Uber ist ein großartiges Beispiel für ein gelungenes Mobile-Payment-Erlebnis. Der Bezahlvorgang tritt nämlich buchstäblich in den Hintergrund. Sobald der Kunde einmal samt Zahlungsdaten registriert ist, kann er schnell und einfach via App eine Fahrt buchen. Es sind keine weiteren Umstände nötig, denn die Kreditkartendetails sind sicher in der App hinterlegt.

Treiben Ihnen Bitcoins den Angstschweiß auf die Stirn?

Aufgrund von Anfragen unserer Händler prüfen wir gerade, ob wir demnächst auch Bitcoins anbieten. Dies wäre eine weitere Ergänzung zu unseren 250 verschiedenen lokalen Zahlungsmethoden und 187 Währungen.

Der Niederländer Pieter van der Does war einer der Gründer des Payment-Dienstleisters Adyen im Jahr 2006. Heute zählt das Unternehmen aus Amsterdam mehr als 3500 Kunden.

Lob für Uber: "Ein großartiges Mobile-Payment-Erlebnis"

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