So setzt sich der Markt für Gaming zusammen.
So setzt sich der Markt für Gaming zusammen. © Foto:BIU

Gaming in Deutschland | | von Annette Mattgey

Knapp 3 Mrd. Euro fließen ins Gaming

Der Gaming-Markt in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr konstant entwickelt, auch wenn es in einzelnen Segmenten deutliche Verschiebungen gab. Während der Umsatz bei Computer- und Videospielen sowie Gebühren für Netzwerke um sieben Prozent auf 2,13 Milliarden Euro wuchs, gingen die Zahlen im Bereich der Spielekonsolen und Peripherie - auch aufgrund gesunkener Stückpreise - um 15 Prozent auf 747 Millionen Euro zurück. Wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) auf Basis von Daten des Marktforschungsunternehmens GfK mitteilte, wurden 2016 insgesamt 2,904 Milliarden Euro (2015: 2,902 Milliarden Euro) erwirtschaftet.

Bei den Spielen wuchs vor allem der Bereich "Virtuelle Güter und Zusatzinhalte". So investierten die Gamer 659 Millionen Euro in zusätzliche Level oder Artikel in den Spielen, ein Zuwachs von 17 Prozent. Auch der Umsatz mit Abonnements ist weiter gestiegen: Im Vergleich zum Vorjahr ist 2016 der Umsatz um 19 Prozent auf 173 Millionen Euro gewachsen. Auch der Umsatz mit den Gebühren von Online-Netzwerken wie PlayStation Network, Xbox Live oder EA Access konnte deutlich gesteigert werden: Während 2015 noch 77 Millionen Euro mit entsprechenden Dienstleistungen umgesetzt wurden, waren es 2016 114 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 48 Prozent.

"Ein genauer Blick auf den deutschen Games-Markt zeigt die hohe Dynamik: Während sich der klassische Verkauf von Games weitgehend stabil entwickelt hat, konnte der Umsatz mit dem Verkauf von virtuellen Gütern und Zusatzinhalten ebenso deutlich zulegen wie das Segment der Gebühren für Online-Netzwerke", erläutert BIU-Chef Felix Falk. "Während die Digitalisierung viele Medien-Industrien vor große Herausforderungen gestellt hat, konnte die Games-Branche sowohl neue Plattformen wie Smartphones erobern, als auch neue Geschäftsmodelle erfolgreich etablieren. Die Beliebtheit von Free-to-Play-Games bei den Spielern belegt das eindrücklich."

(am/mit dpa)

Knapp 3 Mrd. Euro fließen ins Gaming

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