Kleiderkreisel | | von Annette Mattgey

Kleiderkreisel führt behutsam Neuerungen ein

Nachdem die Kleidertausch-Community Kleiderkreisel im vergangenen Jahr einen heftigen Shitsorm erlebt hat, geht sie nun bei den geplanten Änderungen umsichtiger vor. Der neue Kreisel-Sicher-Service geht bis März erstmal in eine Testphase.

2,6 Millionen Mitglieder und 13 Millionen nicht mehr genutzte Kleider, die einen neuen Besitzer suchen - Kleiderkreisel hat sich in den letzten Jahren vom kleinen Studenten-Start-Up zu einer echten Fashion-Bewegung gemausert. Deswegen wollen die Macher das Portal weiter professionalisieren und Käufer und Verkäufer an den Kosten beteiligen. Im Gegenzug bieten sie Services, die Zahlung, Versand und Versicherung abdecken.

Zur Begründung heißt es: "Die Fälle, in denen unser Support-Team eingreifen musste, sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen", so Justas Janauskas, Geschäftsführer bei Kleiderkreisel. "Betrug, verlorene Sendungen oder das Gefühl, nicht sicher einkaufen zu können, beschäftigen die Mitglieder. Wir haben der Kleiderkreisel-Community zugehört, getüftelt und überlegt und freuen uns jetzt, den neuen Kreisel-Sicher-Service präsentieren zu können. Wir haben das neue Sicherheitsnetz auf unseren Schwesterseiten in den USA und in Großbritannien erfolgreich getestet. Obwohl es nicht verpflichtend für Käufer ist, werden heute fast alle Transaktionen auf den englischsprachigen Plattformen damit abgewickelt."

Die Bausteine dieses Kleiderkreisel Kreisel-Sicher-Service sind ein Versandschutz auch bei unversicherten Paketen, ein einfacheres
Bezahlsystem per per Kreditkarte oder SOFORT-Überweisung und Hilfe beim Versand. Der Verkäufer hat mehrere Tage Zeit, den Artikel abzuschicken. Er bekommt von Kleiderkreisel eine Versandanleitung, die alle wichtigen Informationen enthält. Erst wenn der Käufer meldet, dass der Artikel bei ihm eingetroffen und wie beschrieben ist, wird das Geld von Kleiderkreisel freigeschaltet. Der Verkäufer sieht es als Guthaben in seinem virtuellen Geldbeutel, kann es auf Kleiderkreisel ausgeben oder sich auf sein Bankkonto überweisen. Daneben bleibt die Nachrichtenfunktion erhalten, so können alle Details geklärt werden.

Für diese Serviceleistungen berechnet Kleiderkreisel Gebühren, und zwar zehn Prozent pro Transaktion plus 0,50 Euro, jedoch maximal zehn Euro pro Artikel. Der neue Kreisel-Sicher-Service wird bis März 2015 komplett optional sein. Verkäufer können in dieser Zeit frei wählen, ob sie ihre Artikel zum Kauf über den Kreisel-Sicher-Service anbieten möchten.

Werden die Artikel über den neuen Service angeboten, hat der Käufer die Wahl zwischen dem "Kaufen"-Button oder gebührenfreien Transaktionen per Nachrichten-Funktion wie bisher. Im Anschluss an diese Testphase wird ausgewertet, ob sich das optionale Angebot auf Verkäufer-Seite bewährt hat. Kleiderkreisel wird den Service fortlaufend weiterentwickeln und entsprechend den Bedürfnissen der Mitglieder anpassen.

Die Plattform hat sehr aktive Nutzer, die sich im Forum über die Veränderungen intensiv austauschen. Daher war auch im November vergangenen Jahres Unmut entstanden, als zum ersten Mal von der Einführung von Gebühren die Rede war. Nun wollen die Macher die Nutzerstimmen offensichtlich besser einbeziehen. Deswegen sichern sie zu, dass die Tausch-Funktion erhalten bleibt und genutzt werden kann, ohne dass Gebühren anfallen. Außerdem soll der Kreisel-Sicher-Service auch nach der Testphase freiwillig bleiben.

Kleiderkreisel führt behutsam Neuerungen ein

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