Bilanz 2013 | | von Deutsche Presse-Agentur

Groupon kämpft weiter mit Verlusten

Das Schnäppchen-Portal Groupon steckt weiter in den roten Zahlen - da half auch das erfreuliche Weihnachtsgeschäft kaum. Im vergangenen Quartal lief ein Verlust von 81 Millionen Dollar (59 Mio Euro) auf, wie das Unternehmen am Donnerstag am Sitz in Chicago mitteilte. Das war genauso viel wie im Vorjahreszeitraum. Auch für das laufende Quartal rechnet Groupon mit einem Verlust. Die Aktie sackte nachbörslich um über elf Prozent ab. Dabei waren die Geschäfte besser gelaufen: Der Umsatz kletterte um 20 Prozent auf 768 Millionen Dollar. "Die Kunden haben verstärkt auf Groupon geschaut, um ihre Weihnachtseinkäufe zu tätigen", erklärte Firmenchef Eric Lefkofsky. Entsprechend stiegen aber auch die Kosten, die das Unternehmen schultern musste.

Für das Gesamtjahr vermeldete Groupon ein Umsatzplus von zehn Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Während in den USA das Geschäft um 31 Prozent wuchs, schrumpften die Einnahmen in Europa (minus acht Prozent) und in den restlichen Ländern (minus 15 Prozent). Der Verlust summierte sich 2013 auf 95,4 Millionen Dollar.

Mit dem Mobilgeschäft ist Lefkofsky zufrieden. Bis heute wurden 70 Millionen Groupon-Apps installiert. "Die Zahl der Transaktionen via Mobilgerät nahm im vergangenen Quartal um zehn Prozent zu  und lag im Dezember bei knapp 50 Prozent", erläuterte der CEO. 

Zudem baut Groupon sein Geschäft mit Übernahmen aus, die am Gewinn zehren. So werden zwei jüngste Zukäufe das Ergebnis im laufenden Quartal voraussichtlich um 20 Millionen Dollar drücken. Groupon hatte die Mode-Website Ideeli und die südkoreanische Handelsplattform Ticket Monster gekauft. Unter anderem die Kosten für die Eingliederung dieser Firma sollen im laufenden Vierteljahr abermals zu einem Verlust führen.

Bei Groupon können Kunden Rabattgutscheine von Dienstleistern, Restaurants oder Händlern kaufen. Das Unternehmen war anfangs rasant gewachsen, verrannte sich aber beim internationalen Ausbau des Geschäfts.

Der neue Chef Eric Lefkofsky versucht, das Angebot von den täglichen E-Mail-Newslettern zu einer Art Datenbank für Rabattangebote umzusteuern. Das funktioniert vor allem in den USA. Dort startete Groupon vor wenigen Wochen auch ein neues Selbstbedienungs-System für Händler, die Rabatte anbieten wollen. Lefkofsky betonte bisher, die roten Zahlen sollten nicht überbewertet werden, da das Unternehmen noch im Wachstum sei.

(dpa/am)

Groupon kämpft weiter mit Verlusten

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht