Glatter Deal: Unilever kauft Startup Dollar-Shave-Club
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Glatter Deal: Unilever kauft Startup Dollar-Shave-Club

Der Konsumgüterspezialist Unilever steigt in das Geschäft mit Rasierern ein. Der Konzern verleibt sich das Rasierer-Startup Dollar-Shave-Club aus Kalifornien ein. Das ist für seine digitale Fan-Base bekannt. So betont Kees Kruythoff, der US-Chef von Unilever, dass es ihm vor allem um die "einzigartigen Kunden-Insights und Daten" gehe. Rund 3,2 Millionen Abonnenten lassen sich von Dollar-Shave-Club regelmäßig mit Rasierern und Hautpflegeprodukten beliefern. Mit letzteren steht die Neuerwerbung zu etablierten Unilever-Marken wie Axe und Dove.

Schon seit den Gründungstagen vor vier Jahren ist der E-Commerce-Anbieter besonders stark auf Facebook (2,7 Mio. Follower) und Youtube aktiv. Dort wurde das Video zum Start ("Our blades are f* great") inzwischen um die 22 Millionen mal angeschaut.

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. Nach Informationen des "Wall Street Journal" fließen für das 2012 gegründete Startup, das zwar noch nicht profitabel ist, aber in diesem Jahr einen Umsatz von gut 200 Millionen Dollar anpeilt, eine Milliarde US-Dollar. 

Der Rasierermarkt ist in der Hand weniger Spieler. Führend ist hier der US-Konzern Procter & Gamble mit seiner Marke Gillette. Allerdings wird das Geschäft mit Männerpflege immer interessanter. Unilever beispielsweise stellt bereits Duschgels, Deodorants oder Aftershaves der Marke Axe her. Der deutsche Konkurrent Beiersdorf bietet Vergleichbares mit Nivea Men an. Die Hamburger wagten sich auch bereits auf das Feld der Rasierer vor, allerdings bislang nur für Damen.

In Deutschland hat der Dollar-Shave-Club bereits zwei etablierte Konkurrenten: Shave-Lab und Mornin'Glory. Shave-Lab-Gründer Christopher von Hallwyl stellte im LEAD-digital-Inteview sein Geschäftsmodell vor. Morning'Glory ist auch im TV präsent und pflegt nach Aussagen von Mitgründer Nicolas Stoetter "einen konversationalen Sprachstil, das heißt wir verabschieden unseren Kunden schon mal mit 'Zieh durch, Keule'."

Eher skurril gibt sich auch der Dollar-Shave-Club in seiner Werbung, manchmal aber auch anrührend. Schlecht weg gekommen ist der diesjährige Super-Bowl-Spot.

Sehr beliebt ist der Spot mit dem Ballon-Mann:

Im Sortiment ist auch Handcreme:

am/dpa

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