Volker Wiewer | | von Uli Busch

Fünf Thesen zu den Trends im digitalen Marketing

Kaum jemand kennt die deutsche Digital-Branche so gut wie Volker Wiewer. Der frühere Roland-Berger-Berater gehörte Ende der 90er zu den Gründern von Ecircle; er gilt als als Pionier des digitalen Dialogmarketings. Mittlerweile verantwortet er als Vice President International europaweit den Vertrieb und das Marketing der Teradata Ecircle-Gruppe. Zur Dmexco hat er für LEAd digital fünf Thesen formuliert.

1. Data Driven Marketing ist die Zukunft

Aktuelle Studien belegen, dass Unternehmen ihre Daten besser nutzen wollen und dies als wichtiges Erfolgskriterium ansehen. Wer davor die Augen verschließt, verliert jetzt den Anschluss. Um die Aufmerksamkeit der Interessenten zu gewinnen, muss Werbung  personalisiert auf die individuellen Bedürfnisse des Dialogpartners abgestimmt werden. Damit die Kommunikation ganz individuell an die persönliche Situation des Empfängers angepasst werden kann, sind die gezielte Analyse und Nutzung von Daten, sowie eine Automation der Marketingprozesse unausweichlich. In diesem Zusammenhang wird Datenschutz ein zentrales Thema. Kunden sollten darüber informiert werden, welche Daten von Ihnen gespeichert und wofür diese genutzt werden. Eine transparente Kommunikation zwischen dem Unternehmen und den Kunden ist hier unerlässlich.

2. Künftig geht es immer mehr um Real-Time Marketing

Wenn Daten an einem zentralen Ort liegen, kann ich sie auch einfach für Kampagnen einsetzen - und das in Real Time: denn darum geht es künftig immer mehr. Entscheidend dabei ist, dem Kunden Content anzubieten, der auf seine individuelle Situation zugeschnitten ist, d.h. das bestmögliche Angebot, die bestmögliche Alternative muss in Echtzeit auf Basis des Kundenverhaltens bis zu diesem Moment dynamisch ausgeliefert werden. Unternehmen müssen sich hier umstellen, denn leider werden viel zu oft generische Angebote versendet, die mit dem aktuellen Status überhaupt nichts zu tun haben.

3. Kunden wollen ein Multi-Channel Erlebnis

E-Mail Kommunikation allein wird den Anforderungen von Kunden und Interessenten nicht mehr gerecht werden. In den nächsten drei bis fünf Jahren wird sich die Branche auf tief greifende Änderungen einstellen müssen. Kleinere Unternehmen werden verschwinden, andere gehen mit CRM Anbietern zusammen. Der Markt braucht flexible Lösungen und Services, mit denen sich Digitale und klassische Kanäle nahtlos integrieren lassen. Wichtig dabei ist, die Kommunikation auf den Kunden auszurichten, über verschiedene Kanäle auszusteuern und diese miteinander zu verknüpfen.

4. Cloud-Lösungen für bessere Performance

Die Vorteile von Cloud-Diensten liegen auf der Hand: Die Cloud bietet die spezielle Technologie, die dazu in der Lage ist, in Millisekunden auf Anfragen zu reagieren. Das kann z.B. bei Google oder Facebook beobachtet werden – trotz der enormen Datenmengen ist die Kommunikation, Abfrage oder auch Analyse in Echtzeit möglich. Für das Marketing bedeutet das, sämtliche Kundendaten an einem virtuellen Ort zu sammeln. Das schafft eine 360° Sicht auf den Kunden.

5. Marketing und IT rücken enger zusammen

Es gibt keinen Zweifel daran, dass Marketingentscheider verstärkt in Technologie investieren. Bei immer komplexeren Aufgabenstellungen im Marketing und tendenziell sinkenden Marketingbudgets müssen sich Marketers heute besser überlegen, wie sie ihre Aktivitäten über alle Kanäle hinweg möglichst effektiv und effizient managen können. Digital Marketing Tools und Services, können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Insbesondere für die nahtlos integrierte Nutzung solcher Technologien und um alle Unternehmensanforderungen vor, während und nach einer Implementierung erfolgreich umzusetzen, ist die Zusammenarbeit zwischen IT und Marketing ein Muss.

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