Strategie | | von Irmela Schwab

Fab: So will Jason Goldberg das Möbel-Geschäft neu erfinden

Fab.com ist auf dem Weg, der weltweit größte Online-Händler für Everyday Design zu werden und will zu einem der größten Top Five-E-Commerce-Portalen aufsteigen. So beschrieb Gründer Jason Goldberg die ehrgeizigen Pläne der 2011 gestarteten Flash-Sale-Site auf einem Presse-Event in New York. Als Leuchttürme dienen dem weltweit am schnellsten wachsenden E-Commerce-Unternehmen dabei keine Geringeren als Amazon und Ikea. "Bereits im vergangenen Jahr hat Fab mit 15.000 Artikeln mehr Produkte im Portfolio als Ikea", betonte Goldberg selbstbewusst. Diese Anzahl wolle man künftig noch verdoppeln. Genauso auch wie die Verdopplung des Umsatzes: von 150 Millionen 2012 auf mehr als 300 Millionen Dollar für 2013. 

Um die Wachstumsziele zu erreichen, legt Fab den Fokus künftig auf den Verkauf von Möbeln. Die frisch relaunchte Website nennt die Rubrik Furniture gleich an erster Stelle - gefolgt von Home, Art, Vintage, Women, Men, Food, Pets und Fun. Jeweilige Subrubriken davon sollen die Suche nach einzelnen Produkten erleichtern. "Bisher haben etwa fünf Prozent der Fab-Kunden schon Möbel bei Fab geshoppt", sagt Goldberg, der in dem Bereich viel Luft nach oben sieht. “Bisher finden Transaktionen im Bereich Möbel nur zu drei Prozent im Internet statt", sagt er. Und: “Das Möbelgeschäft ist eine Branche, die sich dringend neu erfinden muss.” Bewerkstelligen sollen das farbenfrohe außergewöhnliche Produkte, die über größere Bilder als zuvor für Emotionen und Spaß beim Shoppen sorgen.

Über den Kauf des deutschen Möbelhändlers Massivkonzept setzt Fab.com zudem auf individuell angefertigte Produkte. Unter der Marke Fab Designed By You - kurz DBY (Bild) - können sich Kunden ihre Möbel auch selbst designen. Mit der Übernahme des Möbelgeschäfts samt Showroom in Hamburg gründet Fab außerdem seinen ersten physischen Laden: weitere sollen folgen. “Wir wollen das Wow-Erlebnis unseres Portal in den Offline-Store transportieren”, so Goldberg. Wie ist allerdings noch unklar. “Das müssen wir erst herausfinden.”

Nach Amazon-Shopping sowie dem Erwerb von Büchern und Filmen auf Plattformen von Google, Apple und Netflix sei nun die dritte Phase des E-Commerce angebrochen, so Goldberg, "der emotionale Commerce.", in dem der Fab-Gründer die interessantesten Aspekte erkennt. Er beschreibt das so: “Die User sind voller Freude auf der Jagd nach schönen Produkte und sind ganz wild darauf, anderen auf sozialen Plattformen davon zu erzählen.”

Auch die mittlerweile rund 12.000 Designer, die ihre Produkte auf Fab.com anbieten, können über eigene Seiten künftig direkt mit ihren Kunden kommunizieren. Mit einer Handvoll unter ihnen arbeitet Fab derzeit an der Fertigung von Produkten, die exklusiv nur auf Fab erhältlich sind. “Wir denken groß”, verspricht Goldberg, dessen Portal mittlerweile zwölf Millionen registrierte Mitglieder weltweit hat. Über einen Live Feed wird angezeigt, welche Produkte derzeit verkauft werden.

Mehr zum Thema Social Commerce lesen Sie in der aktuellen LEAD digital 09/2013, die am 2. Mai erscheint. Außerdem: Dieter Hildebrandt im Interview, Social Commerce, Web-Analyse, Mobile Payment, Werbeblocker, E-Mail-Marketing. Hier geht es zum Schnupper-Abo: 6 Ausgaben für 31 Euro, dazu noch eine Prämie nach Ihrer Wahl.

Fab: So will Jason Goldberg das Möbel-Geschäft neu erfinden

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht