Markenhersteller | | von Anja Janotta

Europäische Online-Händler protestieren gegen Beschränkungen

Die europäischen Online-Händler wollen frei verkaufen: Rund 14.000 haben Hersteller und Markeninhaber zum Verzicht auf Verkaufsbeschränkungen aufgefordert. Die Initiative "Choice in eCommerce" überreichte am Dienstag eine Petition mit deren Unterschriften an EU-Kommissar Olli Rehn in Brüssel.

"Der Online-Handel, wie wir ihn kennen, ist bedroht", erklärt dazu Oliver Prothmann, Gründer von "Choice in eCommerce". "Hersteller müssen davon absehen, grundsätzliche Verbote oder Einschränkungen für den Online-Handel auszusprechen. Gleichzeitig muss die Politik unnötigen Beschränkungen des Online-Handels effektiv entgegenwirken. Wir haben eine Petition ins Leben gerufen, die alle Parteien zu einem entsprechenden Handeln aufruft". Die Markenhersteller würden Händler von ihrem oft wichtigsten Verkaufskanal abschneiden. Verbraucher nehme man so den Zugang zu transparenten Preisen und "der zusätzlichen Auswahl, von der sie im Online-Handel profitieren".

Anfang Dezember ließ die EU-Kommission Büros mehrerer Unternehmen wegen des Verdachts unerlaubter Absprachen durchsuchen. Die Firmen würden verdächtigt, den Internetverkauf von Elektronikprodukten behindert zu haben, hieß es. Nach bisherigen Erkenntnissen sind unter anderem die Elektronik-Riesen Samsung und Philips sowie die deutsche Handelskette Media-Markt von den EU-Ermittlungen betroffen. Die Kommission erklärte, die Absprachen könnten zu höheren Preisen für Verbraucher führen. dpa/aj

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