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Dos und Don'ts für Webshop-Betreiber im Bezahlprozess

Über E-Payment können Internethändler eine dauerhafte Beziehung zu ihren Kunden aufbauen. Vorausgesetzt, sie lassen sich auf die Wünsche der Verbraucher ein. Dabei gilt es vor allem den Kunden von der Sicherheit und Seriosität des Bezahl-Verfahrens zu überzeugen. Lead digital-Autorin Christina Rose gibt Tipps, was Onlinehändler dazu beachten müssen:

DOS:

1. Schon der äußere Eindruck der Website lässt Rückschlüsse auf die Seriosität eines Online-Händlers zu. Achten Sie daher darauf, dass die Seiten auf allen gängigen Browsern akkurat angezeigt werden.

2. Achten Sie auf die vollständige Angabe der Firmendaten im Impressum: Handelsregisternummer, Umsatzsteuer-ID, Kontaktdaten mit Klarnamen.

3. Payment-Anbieter sind verpflichtet, jeden ihrer Kunden, also Webshop-Betreiber, vor Vertragsabschluss im Rahmen einer "Due Diligence" zu überprüfen. Dabei werden Identität, mögliche Handelsregistereinträge sowie Gewerbeanmeldungen etc. durch die Zahlungsdienste kontrolliert. Hier gilt das "Vieraugenprinzip": Die Wahrscheinlichkeit, dass der Webshop-Betreiber seriös ist, ist höher, wenn mehrere Zahlungsdienste diesen Betreiber überprüft
haben.

4. Bieten Sie mindestens vier Bezahlverfahren in einem Shop: Die Kreditkarte ist nahezu Standard und kann um die klassischen Verfahren wie Zahlung per Nachnahme, per Rechnung oder Lastschrift ergänzt werden. Auch alternative Verfahren wie E-Wallets oder Bankkonto-basierte Zahlungslösungen sind beliebt. Bieten Sie eine "One-Click"-Zahlungsabwicklung. Integrieren Sie "Seamless-Lösungen": innovative, nahtlos integrierte Bezahlseiten. Der Bezahlvorgang sollte als integraler Bestandteil der Shop-Umgebung wahrgenommen werden.

5. Zeigen Sie die Auswahl der Bezahlverfahren erst nach dem Check-out-Prozess an. So sieht der Käufer nur das Angebot, das ihm tatsächlich zur Verfügung steht, und nicht, welche anderen Möglichkeiten es bei ausreichender Bonität noch gäbe.

6. Verknüpfen Sie die Zahlung mit Loyalty- und Mobile-Couponing-Programmen.

DON’TS:

1. Fordern Sie nicht mehr Daten vom Kunden ein als für den Zahlungsprozess unbedingt notwendig, und zwingen Sie den Kunden nicht, Daten wiederholt einzugeben.

2. Verknüpfen Sie Bezahlverfahren nicht mit zusätzlichen Gebühren.

3. Bieten Sie nicht nur Vorkasse an.

4. Tragen Sie dafür Sorge, dass Log-in-Daten (Benutzername und Passwort) stets in verschlüsselter Form hinterlegt werden. Eine sichere Verschlüsselung sollte mindestens dem MD5-Standard, einem weitverbreiteten Algorithmus für einen eindeutigen Fingerabdruck, entsprechen.

5. Vermeiden Sie alle Vorgänge, die einen schnellen, sicheren und einheitlichen Workflow stören und zu Medienbrüchen führen. Der Kunde sollte im Zahlungsprozess ausschließlich auf die Seite des Zahlungsanbieters verlinkt werden, wo er seine Daten eingeben muss.

Mehr zum Thema Payment-Systeme und warum sie so wichtig für die Kaufentscheidung des Kunden sind, lesen Sie in der aktuellen LEAD digital 09/2013. Außerdem: Fab und Social Commerce, Web-Analyse, Werbeblocker, E-Mail-Marketing. Hier geht es zum Schnupper-Abo: 6 Ausgaben für 31 Euro, dazu noch eine Prämie nach Ihrer Wahl.

Dos und Don'ts für Webshop-Betreiber im Bezahlprozess

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