Die Zukunft heißt Virtual Reality, Programmatic und Künstliche Intelligenz
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Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Die Zukunft heißt Virtual Reality, Programmatic und Künstliche Intelligenz

Virtual Reality Konzepte sind derzeit ein Dauerbrenner. Jüngst hat Ikea mit seiner "Virtual Home Experience" in Berlin-Lichtenberg von sich reden gemacht. In einem virtuellen Zimmer kann man das allseits bekannte Billy-Regal richtig in Szene setzen und sich mit Lichtstimmungen spielen, bis die Inspiration "wir brauchen eine neue Lampe" idealerweise in einem Kauf endet. Nicht wirklich originell, die Idee – aber wer Virtual Realitiy das erste Mal erlebt, ist sicherlich beeindruckt.  Und dass sich VR beim Shoppen durchsetzen wird, steht außer Frage. Das Mafo-Institut Ipsos hat festgestellt, dass gut die Hälfte der Deutschen ganz heiß auf VR-Erlebnisse beim Einkaufen ist. Vor allem virtuelle Anproben, z.B. beim Brillenkauf via Gesichtsscan sollen die Neugier wecken.

Vom Wunsch zur Wirklichkeit: Bislang haben nur knapp sechs Prozent VR-Brillen am Point of Sale gesehen, hat man in einer Studie von POSPulse herausgefunden. Dabei nehmen  die Sportläden eine Vorreiterrolle ein: ein Viertel der Befragten haben VR-Lösungen in einem solchen Geschäft gesehen. 23 Prozent der Konsumenten sind diese Technologien außerdem in Möbelhäusern und 20 Prozent in Elektronikgeschäften aufgefallen. Das ist nicht viel. Wir stehen als erst am Anfang. Whats next in Commerce glaubt, dass die Anzahl der VR-Nutzer in den nächsten 5 Jahren um 147 Prozent steigt. Ok, derzeit ist die Zahl der VR-Nutzer noch sehr überschaubar. Aber die Wachstumprognosen sind beachtlich. Und weisen vor allem darauf hin, dass man es sich nicht mehr leisten kann, nicht zu experimentieren.

Ein anderer Trend, der das Marketing immer stärker regiert, ist Programmatic. Die gute Nachricht: Die unübersichtliche Anzahl an Programmatic Werbenetzwerken, die jeder ein Häuflein Websites vermarkten, verfällt wahrscheinlich früher oder später in der Bedeutungslosigkeit. Facebook und Google übernehmen – sie bilden ein Super-Networks mit einem eigenen Ecosystem.

Zugleich droht neue Gefahr von Playern, die Mediaplanung eigentlich gar nicht können, aber interessante Daten haben: Amazon hat sich zum Ziel gesetzt, mit enormer Reichweite, relevanten Intent-Datenpunkten und ausdifferenzierten Nutzerprofilen zu einem der Top Player im Digital Marketing in Deutschland zu werden. Und auch Zalando und Otto haben werberelevante Daten und wollen ein Stück vom Programmatic-Kuchen abhaben.

Da passt es so gar nicht, dass das Münchner Startup Exaring mit Waipu.tv diese Woche ein eigenes geschlossenes System vorgestellt hat: Die Waipu.tv-App bringt sowohl die Bilder von linearen TV-Sendern wie auch von Internet-Anbietern auf die großen Bildschirme in den Wohnzimmern. Werbung soll damit beim linearen TV wie auch bei Online-Videos messbar werden. Das Projekt trifft den Nerv der Werber. Auch Masse ist vorhanden, schließlich arbeitet Exaring mit den großen TV-Vermarktern zusammen. Fehlen nur Google und Facebook. Nur?

Die Big Five haben ein neues Spielfeld: Künstliche Intelligenz. Google, Facebook, Amazon, IBM und Microsoft tun sich zusammen, um KI, DIIIIIEEEE  Technologie der Zukunft zu erforschen. Es sollen Erfolgsmodelle untersucht und Forschungsberichte unter offenen Lizenzen veröffentlicht werden. Wer davon profitiert, muss sich noch zeigen.

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