Wochenrückblick | | von Frederik Birghan

Die Woche im Schnelldurchlauf: Google gewinnt, Yahoo verliert

Der Suchmaschinen-Gigant Google kennt nur eine Richtung in Sachen Business: Die Gewinne wachsen weiter – unterm Strich blieben im abgelaufenen Quartal drei Milliarden Dollar hängen, ein Zuwachs von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Haupteinnahmequelle bleibt die Werbung, während das Geschäft der Mobilsparte mit Motorola noch Verluste einfährt. Ein Trend verstärkt sich damit noch: Am Platzhirsch kommt derzeit keiner mehr vorbei. Die Börse honorierte das und ließ die Anteilsscheine zeitweise auf über 1.000 US-Dollar pro Aktie steigen.

Bei der Konkurrenz wie Yahoo geht es in die entgegengesetzte Richtung: Der Umsatz sank um weitere fünf Prozent trotz Chefin Marissa Mayer, der Nettogewinn bewegte sich ebenfalls im Rückwärtsgang. Neben hohen Investitionskosten für neue Geschäftsmodelle wurden die niedrigen Preise für Display-Werbebanner als Grund angeführt.

Beim Kurznachrichtendienst Twitter verdichten sich die Hinweise, dass das Unternehmen zum 15. November den Börsenstart plant. Zuvor werden noch Neuerungen eingeführt, um die Braut noch hübscher zu machen.

Facebook ist ja schon an der Börse, aber für die Kurspflege kann es nicht schaden, wenn neue Features vorgestellt werden. Dass nun Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren nun ebenfalls an die gesamte Facebook-Öffentlichkeit posten dürfen, gefällt nicht allen. Die Jugendlichen fühlen sich etwas ernster genommen, wie Erwachsene eben – Datenschützer sehen es dennoch mit Grausen. 

Datenschutz war auch der Grund dafür, dass Apple diesmal für seine Verhältnisse zügig mit einem Statement an die Öffentlichkeit ging. Die digitale Gerüchteküche hatte zuvor geargwöhnt, der Konzern könne Unterhaltungen von Nutzern über den Dienst iMessage mitlesen. Nur wenige Tage das Dementi: Nein, können wir nicht und tun wir auch nicht.

Das Thema Datenschutz bekommt im Nachgang der Snowden-Leaks und NSA-Affäre weitere Aufmerksamkeit. So hat sich diese Woche das EU-Parlament auf einen gemeinsamen Entwurf geeinigt. Das Recht auf Löschung ist darin ebenso enthalten wie es die Weitergabe von Daten an "Drittstaaten" außerhalb der EU regeln will. Doch bis zur Regelung ist es noch ein weiter Weg, denn Kritik gab es auch an diesem Entwurf, und der Rat ist von gemeinsamen Positionen noch weit entfernt.

Dann waren da noch die Medientage München. Dort ist mittlerweile auch angekommen, dass es so etwas wie eine mobile Revolution gibt. Und dann hat man dort noch die Problemjugend entdeckt. Ganz heiß.

Die Woche im Schnelldurchlauf: Google gewinnt, Yahoo verliert

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