Sicherheit | | von Annette Mattgey

Die häufigsten Betrugsmaschen im Netz

In der Vorweihnachtszeit haben nicht nur die Taschendiebe Hochkonjunktur, sondern auch die Internet-Betrüger. Ihre Methoden werden immer raffinierter. Insbesondere wer sein Handy zum Einkaufen nutzt, sollte Vorsicht walten lassen, warnt McAfee. Der IT-Dienstleister sieht allerdings auch die Shops, insbesondere die kleinen, in der Pflicht, die Kunden aufzuklären. McAfee hat zusammengestellt, welche Methoden am häufigsten zum Einsatz kommen, um persönliche Informationen, Passwörter oder Bankdaten abzugreifen.

1.    Apps als Lockvögel:

Hacker setzen täuschend echt gestaltete Apps, die den Weihnachtseinkauf erleichtern sollen – nicht selten mit angeblichen Empfehlungen von Prominenten oder bekannten Unternehmen – dazu ein, private Daten abzuschöpfen oder Anrufe und Nachrichten umzuleiten. Im schlimmsten Fall können Kriminelle so selbst gut gesicherte Systeme wie das SMS-TAN-Verfahren im Online-Banking knacken.

2.    SMS-Betrug:

„FakeInstaller“, eine Malware, die sich als harmloses Installationsprogramm ausgibt, gefährdet besonders Android-Smartphones. Den uneingeschränkten Zugriff auf das Betriebssystem nutzt die Malware dann zum massenhaften Versand von SMS an kostenpflichtige Dienste ohne die Zustimmung des Nutzers.

3.    Das unfassbar gute Angebot:

Jedes Jahr gibt es besonders heiß erwartete Weihnachtsgeschenke, in diesem Jahr zum Beispiel die Spielkonsolen PlayStation 4 und Xbox One. Links zu unglaublich günstigen Sonderangeboten und Verlosungen dieser Produkte auf sozialen Netzwerken sind beliebte Phishing-Methoden, um an persönliche Daten zu kommen oder versteckte Downloads von Malware auszulösen.

4.    Trojanische Grußkarten:

E-Cards sind besonders zu Feiertagen beliebt – bei Unternehmen, bei Verbrauchern und auch bei Hackern. Neben netten Wünschen können sich in Anhängen oder hinter Links Trojaner und Viren verstecken. Das perfide daran: Nichtsahnende Nutzer tragen fleißig zur Verbreitung bei.

5.    E-Mails zum „Versandstatus“:

Wenn viele Verbraucher auf Pakete warten, lassen sich Angriffe leicht als Update-E-Mails zum Versand tarnen. Phishing und Malware-Downloads sind in der Vorweihnachtszeit hier besonders erfolgreich.

6.    Gefälschte Online-Shops:

Kopierte und teilweise eigens programmierte gefälschte Online-Shops sollen Verbraucher dazu bewegen, ihre Daten preiszugeben.

Die ganz Großen im Geschäft leiden unter kriminellen Aktivitäten erheblich weniger als kleine und mittelgroße Händler, denn die Web-Seiten, Login-Prozesse, E-Mail-Bestätigungen und Angebote sind bekannter. Wer seinen Stammkundenstamm erst noch aufbauen muss, tut gut daran, Kunden über die Risiken beim Online-Shopping aufzuklären. Das trägt zum Vertrauensaufbau bei und bewahrt vor Image-Schäden durch Trittbrettfahrer.

Wenn E-Commerce-Unternehmen eigene Apps anbieten, sollten Kunden über die eigenen Kanäle auf den richtigen Namen und vor allem den richtigen Urheber aufmerksam gemacht werden. Die Kommentare in den App-Stores weisen in der Regel auf die gefälschte oder betrügerische Apps hin. Gleiches gilt für eigene Weihnachtsangebote: Kunden sollten vor Angeboten Dritter, die angeblich auf den eigenen Shop verweisen, gewarnt werden – direktes Einkaufen ist immer sicherer.

Grundsätzlich gilt für Verbraucher: Bei verdächtigen Tippfehlern in E-Mails und Grußkarten, besonders bei Namen und Anreden, sollten die Finger von Anhängen gelassen werden. Wer vor der Eingabe von Daten immer die URL eines Online-Angebots auf ihre Richtigkeit prüft, ist schon besser vor Phishing-Attacken geschützt.

Die häufigsten Betrugsmaschen im Netz

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht