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Daniel Kehlmann freut sich über Amazon-Algorithmus

Daniel Kehlmann bekommt im Netz regelmäßig seine eigenen Bücher zum Kauf empfohlen - und fühlt sich dadurch bestätigt. Idealerweise sollte ein Autor die Bücher schreiben, die er am liebsten gern lesen würde, sagte der Schriftsteller ("Die Vermessung der Welt", "Ich und Kaminski") dem "Süddeutsche Zeitung Magazin" vom Freitag. "Viele Autoren tun das nicht, und da liegt gewissermaßen ihr Problem". Ihm empfehle Amazon regelmäßig Romane von Daniel Kehlmann. "Zuerst fand ich das seltsam, aber dann dachte ich, eigentlich zeigt mir ja hier der Algorithmus, dass ich etwas richtig mache: Leute, die das Gleiche lesen wie ich, lesen auch meine Bücher."

Bei der Arbeit verzichtet Kehlmann aber lieber auf das Internet. Seit einigen Jahren schreibe er wieder mit der Hand, erklärte der 38-Jährige. Er könne am Schreibtisch "gar nicht offline genug sein". Sonst klicke man nämlich "bei der ersten Schwierigkeit auf 'News' und guckt, was in der Welt passiert". (dpa/fz)

Daniel Kehlmann freut sich über Amazon-Algorithmus

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