Joachim Schreiner (l.) mit Cebit-Chef Oliver Frese: 2016 zieht Salesforce ein.
Joachim Schreiner (l.) mit Cebit-Chef Oliver Frese: 2016 zieht Salesforce ein. © Foto:Salesforce

Exklusiv-Partnerschaft | | von Yvonne Göpfert

Charme-Offensive in Hannover: Salesforce zieht auf der Cebit ein

Der amerikanische CRM-Anbieter Salesforce will mehr deutsche DNA aufbauen. Und das Nummer-eins-Softwarehaus in Deutschland werden. Hohe Ziele, die sich Joachim Schreiner, Senior Vice President und Deutschland-Chef von Salesforce gesetzt hat. Doch den Ideen lässt er auch Taten folgen. Ein erster Schritt in diese Richtung: Salesforce hat sich mit der Deutschen Messe AG zusammengetan und wird exklusiver Eventpartner der Cebit 2016. Und das sollen alle 220.000 (so viele waren es 2015) oder mehr Cebit-Besucher zu spüren bekommen. Statt nur einen Messestand belegt Salesforce gleich drei der 18 Hallen auf dem Messegelände und bringt seine World Tour nach Hannover. Marketingregel Nummer eins wäre damit befolgt: Think big!

Die Salesforce World Tour ist eine Mini-Version der alljährlichen großen Hausmesse Dreamforce, die jedes Jahr in San Francisco stattfindet und dieses Jahr 160.000 Besucher zählte. Besucher berichten, dass es nicht nur eine aufregende Woche ist, sondern dass sie viel Spaß haben - bei mehr als 1.400 Workshops, Software-Demos und Vorträgen sowie beim großen Networking. Die amerikanische Hausmesse ähnelt dabei mehr einer großen Show als einer zur reinen Informationsbeschaffung gedachten Messe. Entertainment ist damit wichtiger als das Verbreiten von neuen Informationen rund um das Salesforce CRM Ökosystem.

Die Keynote mit Salesforce-Gründer und CEO Marc Benioff und Co-Founder Parker Harris erinnert daher auch eher an ein komödiantisches Theaterstück von Shakespeare als an die Präsentation neuer Software-Features. Und damit folgt Salesforce einer zweiten wichtigen Marketingregel: Dein Produkt muss Spaß machen. Auch wenn es CRM-Software ist.

Und dieses unterhaltsame Konzept soll mit der Salesforce World Tour nun auch auf die Cebit einziehen. Doch Joachim Schreiner wiegelt gleich ab. Die völlige Amerikanisierung steht nicht zu befürchten: "Das würde nicht zur deutschen Businesskultur passen." Auf der World Tour von Salesforce dürfen die Gäste dennoch hochkarätige Redner und Workshops sowie eine Party, die nicht nur von 18 bis 20 Uhr geht, erwarten, sagte Schreiner auf der Pressekonferenz anlässlich der Verkündung der neuen Partnerschaft.

Damit schielen wir auf Marketingregel Nummer drei: Achte auf deine Zielgruppe. Zur Dreamforce kommen gut 40 Prozent der Besucher aus der IT, mehr als 50 Prozent waren Manager und Marketingfachleute. Auf der Cebit dagegen tummeln sich ja vor allem Computernerds. Inwieweit sich die Kooperation von Salesforce und Messe nun gegenseitig befruchtet, so dass beide Seiten neue Kunden bzw. Besucher gewinnen, muss sich zeigen.

Und noch ein Thema kommt mit Salesforce nach Hannover – eines, das in deutschen Unternehmen auch immer häufiger zu finden ist: "Giving back". Auf der Salesforce Plaza, auf dem Messegelände präsentiert die Salesforce Foundation aktuelle Hilfsprojekte, die von dem CRM-Anbieter gefördert werden. Salesforce unterstützt seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1999 im Rahmen seines 1-1-1-Modells gemeinnützige Zwecke auf der ganzen Welt in Form von Technologien, finanziellen Ressourcen und Arbeitszeit. Salesforce.org hat bereits mehr als 27.000 Non-Profit-Projekte und Bildungseinrichtungen mit über 100 Millionen US-Dollar gefördert sowie mit 1,1 Millionen Stunden, die Mitarbeiter des Unternehmens freiwillig geleistet haben.

Salesforce.org ist ein fundamentaler Bestandteil jeder Salesforce World Tour-Station, die Teilnehmern die Chance bietet, nicht nur zu lernen, sondern gleichzeitig etwas zurückzugeben. In dieser Tradition wird Salesforce auch im Rahmen der World Tour auf der CeBIT 2016 unterschiedliche Initiativen vorantreiben. Damit befolgt Salesforce perfekt eine letzte Marketingregel "Tue Gutes und rede darüber."

Charme-Offensive in Hannover: Salesforce zieht auf der Cebit ein

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