Shopping-Event | | von Irmela Schwab

Black Friday in den USA: Abschied vom Impulsshopper

Der Handel hat dazu gelernt: Zum ersten Mal haben in den USA Retailer wir Walmart, Target, Macy´s und Best Buy ihre Schnäppchen zum Shopping-Event Black Friday überwiegend online angeboten. Zu ähnlichen Tiefpreisen wie Amazon und anderer Konkurrenten aus dem Web. Und der Ansturm war groß. Als weltgrößter Händler rief Walmart  bereits am Donnerstag um 18 Uhr zur Schnäppchenjagd und zählte am gleichen Abend insgesamt rund 500 Millionen Page Views, wovon gut 70 Prozent auf mobile Geräte entfiel.

Walmart spricht bereits von seinem zweitgrößten Online-Verkaufsrekord - nur noch getoppt vom Cyber Monday im vergangenen Jahr. Der Cyber Monday war ursprünglich der Black Friday für den E-Commerce, doch immer mehr verwischen heute die Grenzen. So bietet Amazon seine Ware auch schon zu Thanksgiving an, dem Donnerstag vor Black Friday.

Laut der National Retail Federation hat sich der Feiertag Thanksgiving selbst als der neue Top-Einkaufstag etabliert: Mehr als 40 Prozent der Konsumenten wollen ihre Feiertagseinkäufe an diesem Tag im Internet tätigen. Je mehr Deals sie dann schon machen, desto weniger Interesse haben sie dann, den Freitag mit Shoppen zu verbringen. Schon gar nicht, wenn sie dafür im Geschäft in einer Schlange warten müssen.

Dort haben sich in vergangenen Zeiten Millionen an Shoppern eingefunden, allerdings gehen Experten davon aus, dass die Anzahl schrumpfen wird. Zumal die Händler viele ihrer Deals im Laden gleichzeitig auch online anbieten. Das stellt natürlich den Mehrwert eines Geschäftsbesuchs in Frage. Die Folge davon bekommt der stationäre Handel schon jetzt zu spüren. Denn während Konsumenten, die an den Verkaufstagen rund um den Black Friday im Laden nach preisgünstigen Angeboten suchten, daneben noch jede Menge Impulskäufe tätigen, ist das im Internet nicht der Fall. Dort sucht man in der Regel viel gezielter anstatt sich spontan von nicht-rabattierter Ware verführen zu lassen. Hinzu kommt, dass Retailer, um mit Amazon & Co. mithalten zu können, während der gesamten Thanksgiving-Feiertage auch freie Zustellung anbieten. Target will das beispielsweise bis zum 20. Dezember gewährleisten. 

Viele konnten den Ansturm auf ihr Online-Inventar gar nicht erst verkraften. Einkäufer, die über ihre mobilen Geräte Smartphones und Computer bei Best Buy kaufen wollten, erhielten statt der gewünschten Elektronik gut anderthalb Stunden lang diese Nachricht angezeigt: "We're sorry. Bestbuy.com is currently unavailable. Check back soon."

An diesem  Montag steht nun der Cyber Monday an, der bei vielen schon am Sonntag angefangen hat - so wie bei Walmart. Die Trennung zwischen online und offline sowie seinen einzelnen Shopping-Events ist längst aufgehoben.

Black Friday in den USA: Abschied vom Impulsshopper

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