Beacons, künstliche Intelligenz und Bezahl-Chip-Implantate
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Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Beacons, künstliche Intelligenz und Bezahl-Chip-Implantate

Ob Siri, Amazon Echo oder das Google-Pendant – Sprachbefehle sind die große Zukunft unseres Zusammenlebens. Apple und Facebook investieren hier kräftig: Siri soll sich jetzt zum Beispiel merken können, was man schon gefragt hat und an die früheren Antworten anknüpfen. Wer also erst nach einem China-Restaurant fragt und ein Weilchen später doch lieber bayrisch essen gehen will, muss dann vielleicht nicht mehr alle Fragen zu WLAN, Parkplätzen etc. wiederholen, um passende Treffer serviert zu bekommen. In fernerer Zukunft könnte vielleicht auch der ungeliebte Versicherungsmakler durch ein sympatisches Siri oder Cortana ersetzt werden.

Auch Facebook will uns besser verstehen. Es soll jetzt Slang lernen. Werbetexter – groovt euch ebenfalls schon mal ein! Lehrmaterial findet ihr in der Emoji-Bibel, die derzeit durch die Twittersphäre geistert und mit Jugendsprache und Smileys die Bibel in eine zeitgemäße Sprache übersetzt.

Wer doch noch lieber persönlich einkauft statt Amazon anzuflehen - Verzeihung - zu rufen, darf sich auf beacongestützte Kaufhilfe freuen. Noch gibt es nur Pilotprojekte, das Thema kommt nicht recht vom Fleck. Dennoch: Das von den Gelben Seiten mitinitiierte Experiment "Digitales Durlach" in Karlsruhe begeisterte jüngst über 1.600 Teilnehmer. Es wurden 5.409 Push-Nachrichten versendet, wovon knapp ein Drittel gelesen und 877 Transaktionen ausgelöst wurden. Wer digital angelockt wurde und dann im Laden steht, muss aber wieder einen Medienbruch hinnehmen:

Bargeldlos zahlen ist nämlich immer noch schwierig, zumindest in Deutschland. Das ist zumindest die schmerzliche Erkenntnis eines Buzzfeed-Reporters, der sich einen Bezahl-Chip hat implantieren lassen. Insellösungen, wenige Anbieter, fehlende Ökosysteme - die Zukunft des mobilen Gelds hat noch einen weiten Weg vor sich.

Aber vielleicht muss man ja bald gar nicht mehr bezahlen. Denn wenn man nun Geld fürs Arbeiten erhält und die Arbeit in Zukunft künstliche, aber intelligente Computer übernehmen, die selbstständig denken, dann muss niemand mehr selbst Geld verdienen. Und das würde bedeuten, dass niemand mehr arbeiten muss. Und dann brauchen wir kein klassisches Marketing mehr, sondern im Prinzip gut gemachtes Content-Marketing. Also: Die Maschine soll ausliefern, was uns Menschen wirklich interessiert.  

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