Spricht die Keynote auf der Dreamforce 2016 in San Francisco: Salesforce-Gründer Marc Benioff.
Spricht die Keynote auf der Dreamforce 2016 in San Francisco: Salesforce-Gründer Marc Benioff. © Foto:LEAD digital

Salesforce-Konferenz Dreamforce | | von Irmela Schwab

"Be your Best": Warum Psychologie die Grundlage fürs Business ist

Im Leben müssen Menschen zahlreiche Entscheidungen treffen. Das geht allen so. Doch diejenigen wählen richtig und sind erfolgreich, die viel Energie mitbringen. "Die kommt nicht vom Essen oder Schlafen, sondern es ist eine bewusste Einstellung." Tony Robbins war auf der Dreamforce, der jährlichen Konferenz von Software-Dienstleister Salesforce, in seinem Element. Der Appell des Bestseller-Autors ("Unlimited Power") und Motivationstrainers: "Business ist pure Psychologie." Scheitern führte er darauf zurück, Ausreden vorzuschieben. Doch liege es laut Robbins nie daran, dass jemand zu wenige Ressourcen zu hat. Vielmehr stellt er selbst zu wenig davon zur Verfügung.

Einer seiner prominentesten Novizen saß in der ersten Reihe und lauschte gebannt seinen Worten: Marc Benioff. Bevor der CEO von Salesforce sein Unternehmen gründete, arbeitete er bei Oracle. Entscheidungen benötigen keine lange Vorbereitung, sie passieren im Handumdrehen. Benioff fällte seine während eines Vortrags von Robbins. Die Firmengründung liegt nun 17 Jahre zurück. Heute kommen 170.000 Manager aus Marketing und Sales aus der ganzen Welt, um sich in San Francisco inspirieren zu lassen. 

Nicht nur von der Psychologie, wie man ein Business führt. Das war eher ein Seitenaspekt. Im Mittelpunkt standen natürlich die neuen Produkte von Salesforce und zahlreiche Demonstrationen von Coca-Cola, Schneider Electric und Fitbit, wie sie die neuen Tools einsetzen. Wie zum Beispiel "Einstein". Die neue Technologie trägt über Artificial Intelligence Daten aus sämtlichen Kanälen zusammen: von Kundendaten, über Daten aus Emails und Kalendereinträgen bis hin zu Datenströmen aus Tweets, Bildern und IoT-Signale. Damit sollen Vorhersagen getroffen werden. Das Ziel: Vorschläge zu Produkten und Services werden präziser - und das in immer stärkerem Maße, denn Einstein lernt ständig aus den Reaktionen seiner Kunden.

Oder die Commerce Cloud. Dafür hat Salesforce jüngst Demandware gekauft. Indem das Personal in einem Ladengeschäft weiß, was der Kunde bereits zuvor auf der mobilen und Online-Shopping-Seite angeguckt und gekauft hat, kann er ihm dazu passende Angebote machen. Eine Kundenkarte, die gescannt wird, wenn der Kunde den Laden betritt, ist dabei eine mögliche Brücke, um Online- mit Offlinedaten zu verbinden. Einstein, das in alle bereits vorhandenen Salesforce-Produkte, wie der Sales-, Service- oder Marketing-Cloud integriert ist, hilft dabei, die Beratung und Aktivierung des Kunden zu optimieren. "Connect to your Customers in a whole new way" ist das Motto, das sich der Salesforce-Chef dazu ausgedacht hat. "Wir verkaufen Lösungen, keine Produkte." Das ist auf dem viertägigen Event immer wieder zu hören.

Und auch das: Wer nur an seine Produkte denkt, der scheitert. Es geht zuerst um den Kunden. Das gleiche gilt für die Werbung: Die Botschaft "Just do it!" von Nike hat an sich nichts mit einem Schuh zu tun. Durch ihn soll der Konsument Dinge erreichen, von denen er träumt. Und auch - so schwebt es Benioff vor - Technologie soll die Welt verbessern. Als eine Art Ressourcen-Quelle also. Auf den Schildern am Eingang des Moscone Center stand in diesem Jahr auch: "Be your best".

"Be your Best": Warum Psychologie die Grundlage fürs Business ist

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