Paolo Anania | | von Paolo Anania

5 Usability-Tricks, wie uns Onlineshops zum Kaufen bringen

Die größte Herausforderung im E-Commerce ist es, aus Besuchern Kunden zu machen. Um das zu erreichen, braucht es eine zielgerichtete und angenehme User Experience (UX). Diese muss darauf ausgelegt sein, den Kunden so anzusprechen, dass er möglichst klar und einfach dazu angeregt wird, die Produkte nicht nur anzuschauen, sondern auch zu bestellen. Jeder Schritt innerhalb des Design-Prozesses und jedes Element der Website sollte dazu beitragen, die UX zu verbessern. Hier finden Sie fünf UX-Design-Tricks, die helfen, den Shop-Umsatz die Höhe zu treiben.

Trick #1: Stellen Sie sicher, dass Ihr Bestellvorgang möglichst automatisiert ist

Je mehr Sie automatisieren, umso geschmeidiger wird der Bestellvorgang und umso mehr Informationen können Sie über Ihre Kunden gewinnen. Ein Beispiel für ein einfach zu automatisierendes Eingabe-Feld ist etwa jenes für die Postleitzahl. Statt die klassische Reihenfolge beizubehalten, setzen Sie das Postleitzahlenfeld über Stadt und ggf. Land oder Region. Durch die Automatisierung werden diese beiden Felder dann automatisch mit dem Einsetzen der Postleitzahl vervollständigt. Man kann den Besucher auch durch eine kleine Notiz neben dem Feld darauf hinweisen, sodass er durch das automatisierte Ausfüllen dann nicht überrascht ist.

Trick #2: Gnädig mit Fehlern umgehen

Wie frustrierend es doch ist, wenn man seine ganze Arbeit verliert, weil der Computer abstürzt und man alles von vorne machen muss ... Von vorne beginnen ist gleichermaßen quälend wie nervig. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Kunde und Ihnen passiert dies, während Sie ein Online- Formular ausfüllen. Häufig verlassen Kunden nach einem solchen Ereignis entnervt die Website, ohne das Formular erneut auszufüllen. Um dem vorzubeugen, lassen Sie alle Informationen in dem Moment festhalten in dem sie eingetippt werden. Für den Fall, dass etwa wegen einer Unterbrechung der Internetverbindung das Shop-Formular neu geladen werden muss, stehen die bereits eingetippten Daten wie zuvor in den Feldern.

Trick #3: Verbessern Sie Ihre "Hero Area" (prominenter Header Bereich)

Das große Bild in Ihrem Header, auch "Hero Image" genannt, fängt den Besucher – er reagiert darauf, bewusst und unbewusst. Sie können das für sich nutzen, um die Conversion um einiges zu steigern. Um Ihre Hero Area als ein effektives Conversion Tool zu nutzen, brauchen Sie ein einzigartiges Foto (vergessen Sie besser Stock-Fotos). Stellen Sie sicher, dass es keine Verwirrung beim Blickverlauf gibt, indem Sie alle Störer entfernen. Um Ihre Hero Area sauber zu halten, verwenden Sie so wenig Wörter wie möglich. Lediglich der Call-to-Action (CTA) sollte deutlich erkennbar sein. Letztlich sollte sich der Kunde mit dem Angebot identifizieren können. Sie verkaufen Sportkleidung? Dann sollten keine Krawatten auf derselben Seite zu sehen sein.

Trick #4: Sortieren Sie Navigationselemente nach Popularität

Sortieren Sie Ihre Reiter nicht von A nach Z, sondern nach Wichtigkeit. Dadurch gelangen Ihre Kunden möglichst schnell dorthin, wo sie hin wollen.

Trick #5: Bauen Sie einen Käufer-freundlichen Bestellprozess

Nachdem der Kunde die Produkte gewählt hat, die er kaufen will, ist der nächste logische Schritt, ihn zum Warenkorb zu leiten, wo er seine Bestellung in Ruhe nochmal überprüfen kann, bevor er zahlt. Dieser Schritt schafft Vertrauen in den Online Shop. Um dieses Vertrauen noch zu stärken, stellen Sie sicher, dass alle nötigen Informationen vorhanden sind. Jede einzelne Information sollte anklickbar sein und zum Produkt leiten können, um auf Wunsch noch nachträglich Änderungen vornehmen zu können.

Sie sollten alles möglichst simpel gestalten, wie etwa den "Löschen" und den "Ändern" Button, falls der Kunde Produkteigenschaften oder die bestellte Anzahl ändern möchte. Am wichtigsten ist es, den Bestellvorgang möglichst prominent auf der Seite zu platzieren, aber gleichzeitig zu gestatten, das Shopping fortzusetzen.

Paolo Anania, Chef der Digitalagentur und Strategieberatung Granpasso, ist einer der "Digital Leader", eine feste Gruppe von Bloggern, die ihre Meinungen und Kommentare via LEAD digital verbreitet. Mehr zum Autor und den weiteren Mitgliedern der "Digital Leader" lesen Sie hier auf der Übersichtsseite.  

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