Print versus Digital | | von Irmela Schwab

US-Werbemarkt setzt 2012 weiter auf Bewegtbild

TV und Online wachsen zusammen: Während Yahoo, AOL, Microsoft und Google mit YouTube ins Fernseh-Geschäft eingestiegen sind und die Länge ihrer Web-TV-Clips weiter steigt, haben es die gedruckten Medien weiterhin schwer. Im ersten Quartal 2012 sind die Werbespendings bei den US-Magazinen laut Publishers Information Bureau um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gesunken. Damit hält der Abwärts-Trend nun das dritte Quartal in Folge an. Im Jahr 2011 schrumpften die Werbeerlöse der Magazine um 3,1 Prozent.

Die Daten des Forschungs-Instituts machen die Branchen Automobil und FMCG als Hauptschuldige aus: Sie haben ihre Magazin-Budgets signifikant heruntergefahren. 

Die dem Magazingeschäft fehlenden Dollars werden weiterhin in digitale Medien gepumpt. Media-Agenturen in den USA gehen für dieses Jahr von einem Anstieg im Gesamtwerbevolumen von zwischen einem Prozent plus aus; Zenith Optimedia schätzt die Spendings 2012 über alle Medien hinweg sogar auf ein Plus von 3,6 Prozent auf 159,6 Milliarden Dollar. Die Kanäle, die davon vor allem profitieren dürften sind: TV, Billboards, Radio und Internet. Alles Bewegtbild-Kanäle.

Indes wächst die Länge von Web-TV-Shows stetig an - parallel mit der Bereitschaft der Zuschauer online fernzusehen. Laut ComScore haben sie im Februar 2011 im Schnitt 5,1 Minuten pro Video angeguckt, im Februar 2012 schon 6,2 Minuten. Ziel der Web-TV-Anbieter ist es, Agenturen klar zu machen, dass TV nicht länger die Hardware ist, sondern sich mehr und mehr mit dem Internet verschmilzt.

Die Folge: AOL & Co. können mehr Werbung verkaufen - vor dem Clip und vor allem währenddessen. Es wird sogar gemunkelt, dass die Web-TV-Anbieter ihre Werbeplätze künftig über die TV-Währung Gross Rating Points (GRPs) feilbieten. 

US-Werbemarkt setzt 2012 weiter auf Bewegtbild

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