VDZ | | von Annette Mattgey

PrimeSite-Siegel ist für 1800 Euro im Jahr zu haben

Zertifizierungen und Siegel, wohin das Onliner-Auge blickt. Anfang der Woche hat der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) nachgezogen und das Qualitätssiegel PrimeSite vorgestellt. Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Digitale Medien und Neue Geschäftsfelder, erklärt gegenüber W&V-Redakteur Kay Städele, welche Kosten auf Website-Betreiber zukommen und an wen sich das Siegel richtet.

Welche Absichten stecken hinter Prime Site? Vielleicht die Hoffnung, mit PrimeSite den Einfluss von US-Websites zurückzudrängen?

Nein, das Ziel der PrimeSite-Initiative ist, einen Ausweis von Qualitäts-Werbeträgern zu liefern und Werbungtreibenden und Mediaplanern Orientierung im unübersichtlichen Online Werbeträger-Markt.

Soll das Siegel auch von den Internet-Usern beachtet werden oder richtet es sich nur an Mediaplaner?

Zielgruppe für das Siegel sind Werbungtreibende und Mediaplaner.

Welche Kosten verursacht das Gütesiegel?

Pro Website entstehen  bei der Anmeldung 850 Euro Kosten, die gesamten Kosten pro Jahr liegen bei 1.800 Euro. Bei Siegelvergabe werden die Anmeldekosten mit der Jahresgebühr verrechnet.

Hätten die Publisher und Vermarkter diese Kosten nicht eher in Rabatte stecken sollen?

Der Orientierungswert des Siegels für die Werbungtreibenden ist höher als die Kosten für die Werbeträger.

Hat der VDZ keine Angst mit PrimeSite in der Flut der Gütesiegel unterzugehen?

Im Bereich der Werbeträger gibt es keine vergleichbare Initiative.

 Wie definiert der VDZ „erstklassige originäre Inhalte“ und wie loyal müssen die User der teilnehmenden Websites sein?

„Erstklassige originäre Inhalte“ werden im Siegel über verschiedene Kriterien erfasst. Wichtig war es dabei, die Kriterien so zu operationalisieren, dass diese wirklich auch messbar und nachvollziehbar sind. Deswegen wird hier mit einen Set an Leistungswerten gearbeitet, u.a. Traffic-Anteil redaktionellen Contents nach IVW, der Traffic-Anteil über nicht namensgebende Angebotsbestandteile (Local-Listen) nach IVW, der Anteil redaktioneller Videos an allen Video-Inhalten, ob die Inhalte für die Website durch eigene Redakteure erstellt werden und welche journalistischen Darstellungsformen verwendet werden.   

Die Loyalität der User wird abgebildet durch die das Verhältnis UU pro Woche zu UU pro Monat. Quasi in Form der Wiederkehrrate. Aber auch die subjektive Beurteilung der Nutzer der Website in Bezug auf Sympathie, Glaubwürdigkeit und Kompetenz spielt hier mit rein.

Für das Siegel arbeitet der VDZ mit dem Marktfoschungsunternehmen d.core zusammen. Was messen die genau?

Das Siegel basiert auf 16 Einzelkritieren, bei welchen u.a. IVW, AGOF-Daten aber auch die Angaben in den Mediadaten bzw. auf der Website selber überprüft werden. Genau diese Datenerfassung, Überprüfung der Angaben der Publisher und Berechnung des erreichten PrimeSite-Scores übernimmt d.core.

PrimeSite-Siegel ist für 1800 Euro im Jahr zu haben

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