IBM | | von Irmela Schwab

Keine Angst vor Big Data: Was Unternehmen voranbringt

Unternehmen stehen heute Tonnen an Daten zur Verfügung. John Kennedy, Vice President Corporate Marketing bei IBM, sprach auf einer Konferenz in New York von Terabytes bis Exabytes. Doch sind Big Data noch viel mehr als reines Volumen - hinzu kommen Geschwindigkeit und die immense Vielfalt an Daten: “80 Prozent der Daten sind unstrukturiert”, sagt der Marketing-Experte des Software-Unternehmens, das wie Adobe und Microsoft auch Big Data-Analytics anbietet. Schließlich haben die Firmen festgestellt, dass sich 70 Prozent der CMOs für diese Herausforderung nicht gewappnet fühlen. “Big Data”, konstatierte Kennedy, “ist in Marketingabteilungen heute die Angstquelle Nummer eins.”

Schwierig wird es, wenn sich Informationen nicht eindeutig einem Kontext zuordnen lassen. Andererseits kommt man um eine profunde Analyse der Daten nicht länger herum, sagt Kennedy. “Wenn Unternehmen den Kunden wirklich kennen, können sie ganz anders mit ihm umgehen.” Angefangen von den Produkten bis hin zur Kommunikation und Services. 

Kleinere Unternehmen, die oft weniger Ressourcen zur Verfügung haben, sind dabei nicht einmal im Nachteil. Im Gegenteil: “Ihre Daten sind schließlich überschaubarer”, begründet Kennedy. Der Cincinnati Zoo beispielsweise hat laut dem IBM-Manager seine Geschäftstätigkeit erheblich verbessert, indem er sein gesamtes zur Verfügung stehendes Datenmaterial genommen hat, ausgewertet und es miteinander in Relation gebracht hat - und dabei Erstaunliches herausgefunden hat: So wurde etwa festgestellt, dass am meisten Bier konsumiert wird, wenn das Thermometer mehr als 22 Grad anzeigt. Und dass Eiscreme vorwiegend vor zehn Uhr konsumiert wird. “Mit Hilfe dieser Erkenntnisse konnte der Zoo sein Geschäftsmodell überdenken und seinen Marketingplan neu ausrichten”, sagte Kennedy. In diesem Zug wurden etwa Promotions gestrichen, die sich als sinnlos erwiesen haben: Dadurch sparte sich der Zoo rund 140.000 Dollar im Jahr. Im Gegenzug kamen 50.000 mehr Besucher; die Verkäufe stiegen um 35 Prozent.

IBM hat für die Business-Optimierung mittels Big Data fünf Handlungsanweisungen zusammengestellt:

1. Informationen an allen Key Touch Points sammeln, um das Datenset eines jeden Konsumenten zu erstellen.

2. Social Media mit weiteren Daten verbinden, um ein aussagekräftiges Bild jedes einzelnen Kunden zu erhalten.

3. Die richtigen Analytics zur richtigen Zeit einsetzen, um neue Ideen für Services und Ansprache zu entwickeln.

4. Insights in Real Time erheben, die für die Zukunft wichtig sind - und nicht nur für die Analyse der Vergangenheit.

5. Die Fähigkeit entwickeln, Daten auch auf größerer Basis erheben und analysieren zu können.

Keine Angst vor Big Data: Was Unternehmen voranbringt

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