Web-TV | | von Irmela Schwab

Fernsehen reloaded: Hollywood-Schwergewicht Eva Longoria debütiert auf Hulu

Wenn ein Hollywood-Star seine neueste Show vorstellt, steht normalerweise ein Fernsehsender dahinter. Aber in der digitalen Ära gehört die Bühne den Web-TV-Services: Nachdem bereits das Video on demand-Portal Netflix seine erste originäre Serie “House of Cards“ mit Kevin Spacey gelauncht hat, verkündet nun Wettbewerber Hulu den Start seiner Serie “Mother up” mit Star-Besetzung - dem Hollywood-Schwergewicht Eva Longoria

In der 13-teiligen Animationsfilm-Serie leiht der "Desperate Housewives”-Star der Mutter und Business-Frau Rudi Wilson seine Stimme. Die erste halbstündige Episode läuft im Herbst auf Hulu und seinem Pay-Kanal Hulu Plus sowie gleichzeitig auf Kanadas City Television an, die das Projekt zu co-finanziert. “Wir wollen mit der Serie so viele Menschen wie möglich erreichen”, erklärte Andy Forssell, CEO von Hulu, auf der Digital Marketing-Konferenz von "Advertising Age". 

Forssell sieht bei der Verbreitung via Web-TV viele Vorteile. “Im Gegensatz zu einem TV-Sender sind wir nicht an eine bestimmte Programmierung oder einer speziellen Zielgruppe verpflichtet - wir haben unterschiedliche Seher-Gruppen”, so Forssell. Zudem kann Hulu - genauso wie auch Netflix - ganz genau messen, welche seiner Endkunden wann und wie lange welche Serien sehen. “Somit wissen wir ganz genau, was ankommt und was nicht.” Dieser tiefe Blick in die vorhandenen Daten hat übrigens auch Netflix dabei geholfen, seine Auswahl zur Besetzung von “House of Cards” zusammenzustellen. 

Auch die Möglichkeit Web-TV überall und von jedem Gerät aus abzurufen, ist ein Trumpf, den die Plattformen gegenüber traditionellem TV in der Hand halten. Nicht nur, wenn es um den Kampf um die Zuschauer geht: Amazon Prime, YouTube und Hulu bieten im Umfeld ihres Premium-Contents auch Werbeflächen an: üblicherweise sind das Pre-, Mid- und Postrolls. Gemeinsam mit Yahoo, AOL und Microsoft stellen sie Programme und deren buchbare Umfelder während der Newfronts Ende April in New York City vor. Das Event findet beinahe zeitgleich zu den Upfronts statt, bei denen die TV-Sender ihre Werbeklientel einladen.

Experten prophezeien den digitalen Angeboten wachsendes Interessse seitens der werbungtreibenden Unternehmen. Nicht nur, weil sie auf den Plattformen jüngere Zielgruppen erreichen, wie man vermuten könnte. “Web-Fernsehen ist keine Frage des Alters, sondern der Technikaffinität”, so Forssell. Und diese ziehe sich durch alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten. Ob Internetfernsehen nun das neue Fernsehen ist, vermochte Schauspielerin Longoria, die auch Produzentin der Hulu-Serie ist, nicht zu sagen: “Das versuchen wir derzeit alle herauszufinden, von den Schauspielern bis hin zu den Produzenten", so die Hollywood-Beauty. Eines sei aber ganz klar: "Content ist gefragt wie nie." 

Nachdem die Premiere auf Hulus Plattformen dann beendet ist, will Forsell dann die gleichen Weg einschlagen wie die großen Broadcaster: “Mother up” soll dann an Plattformen wie Netflix, iTunes und sogar TV-Sender verkauft werden und dort als Wiederholung zu sehen sein.

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