Akquise | | von Annette Mattgey

Facebook rüstet im Werbegeschäft weiter auf

Mit einem Zukauf stärkt Facebook seine Position im Online-Werbemarkt. Das Social Media-Netzwerk übernimmt die Atlas Advertiser Suite von Microsoft. Gleichzeitig verbündet sich Facebook mit weiteren Marktforschungsfirmen, um nicht nur bei der Onlinemessung, sondern auch bei der Verfolgung, was die Nutzer im Laden tun, vorne dabei zu sein. Die Werbeplattform Atlas gehört seit 2007 mit der Übernahme von Aquantive zu Microsoft. Im Facebook-Blog erklärt Brian Boland, Director Monetisation Product Marketing, was sich Facebook von der Akquise von Atlas erhofft. Der holistische Blick auf die Performance von Onlinekampagnen erlaube ein tieferes Verständnis von Effektivität. Das helfe sowohl den Marketing Managern als auch den Verbrauchern, die besser abgestimmte digitale Werbung eingespielt bekommen. "Wir planen, die Möglichkeiten von Atlas weiter auszubauen, in dem wir in die Mess-Lösungen weiter investieren sowie sie auf mobile Plattformen ausdehnen," erklärte Boland. Am Ende solle Atlas "die effektivste, intuitivste und wirkungsvollste Ad-Serving, Ad-Management und Adserving-Plattform" werden.

Und zwar nicht nur im digitalen Bereich. Denn Facebook kündigte ebenfalls an, verstärkt mit Drittanbietern zusammenzuarbeiten. Mit Nielsen und Datologix ist Facebook schon länger verbandelt, jetzt kommen noch Epsilon, Acxiom, and BlueKai dazu. "Wir glauben fest daran, dass die Messung über verschiedene Touchpoints hinweg entlang des Marketingprozesses Werbungtreibenden bei der Werbewirkungsmessung helfen wird."

Mithilfe der Atlas-Technologie ist es etwa möglich, Werbemittel auf verschiedenen Seiten (etwa Nachrichtenportalen, Social Media usw.) und Geräten (Tablet, Smartphone, Computer) zu tracken und damit zu vergleichen, wie der Nutzer reagiert: ob er eine Google-Suche macht, die Website ansteuert oder im Laden die beworbene Ware kauft.

Analysten gehen davon aus, dass es langfristig nicht alleine ums Messen, sondern ums Targeting geht, und zwar nicht nur auf eigenen Seiten. Facebook tritt damit in Konkurrenz zu Googles Vermarktungsplattform.

Facebook rüstet im Werbegeschäft weiter auf

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