Social Media Conference | | von Annette Mattgey

Eifrige Twitter-Kommentare zur Social Media Week

Von Montag bis Freitag treffen sich in verschiedenen Städten weltweit Interessierte zur Social Media Week. Unter dem Hashtag #smfconf2012 lässt sich verfolgen, was die Besucher bewegt und welche Referenten gut ankommen. In Hamburg werden die Vorträge von Martin Oetting, trnd, und dem Rechtsanwalt Christian Solmecke lobend erwähnt. Mit Vorträgen und Workshops in weltweit 13 Städten hat am Montag die Konferenz zur Rolle der Sozialen Medien in Wirtschaft, Politik und Kunst begonnen. Über Twitter, Live-Übertragungen im Netz und Blogs sind die Veranstaltungen von Berlin über London, Barcelona und Turin bis Shanghai, Los Angeles und Sao Paulo miteinander vernetzt.

«Bei der Social Media Week geht es ums Mitmachen, um Offenheit und den Austausch von Informationen über alle Disziplinen hinweg», erklärte zum Auftakt der Hauptveranstalter der Berliner Konferenz, Joel Dullroy, Mitgründer der Coworking-Plattform deskwanted.com. In einer Online-Konferenz in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung diskutieren die Teilnehmer über die Rolle der Netzkommunikation bei den Umwälzungen in arabischen Ländern sowie bei den jüngsten Wahlen in Russland. 

In Berlin treten bis Freitag mehr als 200 Referenten auf. Die Vorträge und Diskussionen in der Hauptstadt haben einen wirtschaftlichen Schwerpunkt. Auf dem umfangreichen Programm stehen beispielsweise die Talentsuche mit Hilfe Sozialer Medien oder Möglichkeiten der Finanzierung von Web-Inhalten. Aber auch der künstlerische Umgang mit Diensten wie Twitter und Facebook kommt zur Sprache. Eine Diskussionsrunde problematisierte dabei am Montag die große Rolle kommerzieller Anbieter im Bereich der Sozialen Medien. «Wenn man wirkliche Interaktivität haben will, sollte man sich nicht mit den Funktionalitäten eines gegebenen Netzwerks begnügen», sagte Tim Pritlove vom Chaos Computer Club (CCC). Er verwies auch darauf, dass Netzwerke wie Facebook Inhalte zensierten. «Künstler sollten aus solchen Käfigen ausbrechen.»

Zu den 143 Vorträgen und Workshops an drei Berliner Veranstaltungsorten haben sich nach Angaben der Veranstalter mehr als 10.000 Teilnehmer registriert. Die Teilnahme ist kostenlos.

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