Trends 2013 | | von Annette Mattgey

Das bringt Ihr E-Mail-Marketing jetzt voran

E-Mail-Marketing ist nach wie vor eine der aussichtsreichsten digitalen Disziplinen, um sein Geschäft anzukurbeln. 29 Prozent der Empfänger finden mindestens die Hälfte der Marketing-Mails relevant. Besonders beliebt sind Rabatte (55 Prozent), versandkostenfreie Lieferung (13 Prozent) und Treuegutscheine (zwölf Prozent), so die Zahlen des britischen Branchenverbands DMA. Ausruhen sollte man sich auf den Zahlen allerdings nicht, rät Volker Wiewer, CEO von Ecircle  und Vice President Aprimo EMEA. Arbeiten müssen die Unternehmen noch an den Themen Big Data, Cloud und 360-Grad-Kommunikation. 

Big Data: Informationen müssen zu neuen Ressourcen bei der Kundenansprache werden

Wie schon im vergangenen Jahr wird  „Big Data“ 2013 wieder eines der  großen Themen für das digitale Marketing sein. Hunderte Millionen von Menschen produzieren tagtäglich neue Meinungen und Inhalte im Netz und hinterlassen ihre Daten in den verschiedenen Marketing-Systemen.

Laut der Digital Universe Studie von IDC durchbrach die weltweite Gesamtmenge der digitalen Informationen bereits 2011 erstmals die Zettabyte-Schallmauer – also eine Billion Gigabyte an Daten. Bis 2020 muss bereits das 50-fache an Informationen aus dem „digitalen Universum“ verwaltet werden. Für Marketer bedeutet diese gigantische Datenexplosion Herausforderung und Chance zugleich: Gerade in der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Informationen steckt immensens Potenzial. Intelligent zum Einsatz gebracht, ermöglicht die Nutzung von Big Data eine deutlich gezieltere und effektivere Kundenansprache – und damit neue Dimensionen der Kundenkommunikation.

In allen Unternehmen schlummern also enorme Datenschätze und kein Marketer kann es sich zukünftig leisten, diese nicht zu heben. Gleichzeitig wachsen die Möglichkeiten, das Nutzerverhalten in allen Facetten zu erfassen. Die zentrale Herausforderung besteht in Zukunft darin, diese unglaublichen Datenmengen in echte Ressourcen zu verwandeln, sie selektiv zu nutzen und dabei Kosten zu reduzieren.

Marketing Cloud: Herz und Hirn des E-Mail-Marketings

Das enorme Potenzial dieser riesigen Datenmengen muss für das digitale und speziell das E-Mail-Marketing nutzbar gemacht werden. Und das sowohl strategisch, als auch technologisch.

Dafür benötigt man große und performante Datenbanken, um Informationen schnell und effektiv zur Verfügung zu stellen. Die Antwort auf diese Anforderungen sind Cloud-Infrastrukturen - sprich eine Architektur, die Daten in den unterschiedlichsten Formen und Formaten speichern kann und diese für gezieltes Online-Marketing verknüpft und nutzbar macht. Erst die richtigen Tools und technischen Infrastrukturen versetzen den modernen Marketing Manager in die Lage, eigenständig, effektiv und gezielt in die neuen Dimensionen des digitalen Marketings vorzustoßen. Erfolgreiche Business Modelle wie z.B. Facebook, Google, Amazon und Co, die auf der Verarbeitung von enormen Datenmengen basieren, nutzen schon lange Cloud-Infrastrukturen für ein effektives Daten-Handling.

Das gilt auch für das E-Mail-Marketing - der Clou einer Marketing Cloud: Über definierte Schnittstellen und Protokolle werden extrem große Datenmengen unabhängig von Formaten und Quellen einfach, komfortabel und schnell nutzbar gemacht. Fürs E-Mail-Marketing bieten Cloud-Architekturen damit die einzigartige Chance, über die intelligente Verknüpfung von Informationen – Stichwort „Related Data“ – eine neue und bislang unerreichte Qualität in der Kundenkommunikation zu verwirklichen. Das Ergebnis: Eine essentielle Steigerung der Relevanz und des Kampagnenerfolgs.

360°-Kommunikation: Mit Echtzeit-Reports immer dem Kunden auf der Spur

360°-Kundenerlebnisse und personalisierte Customer Lifecycle Nachrichten werden 2013 eine richtungsweisende Rolle spielen. Dabei ist das  A und O für E-Mail-Marketer das konkrete „Wissen um den Kunden“, also die effektive Nutzung aller Kundendaten.

Im Fokus steht dabei zu jeder Zeit der Verbraucher. Deshalb müssen Marketing-Verantwortliche ihre komplette Kommunikation an der individuellen Situation des Empfängers ausrichten. Automatisierung über Triggered Messages und unkomplizierte Standardintegrationen über alle relevanten Marketing-Systeme hinweg mit mehr Unabhängigkeit von der hauseigenen IT sind hier der logische nächste Schritt. Doch Segmentierung, Automatisierung und grenzenlose Kompatibilität ist nicht alles. Statt Push-Kommunikation lautet die neue Maxime intelligente, gezielte und aktive Einbindung der Zielgruppe. Erfolg verspricht die Kombination hochdynamischer Tools: Schnelleres, gezielteres und effektiveres Messaging mittels detaillierter Echtzeit-Reports und Ad Hoc-Reaktionen auf konkretes und individuelles Nutzerverhalten, weiterentwickelte E-Mail-Analysen sowie weitgehend automatisierte Testverfahren. Ganz entscheidend ist dabei auch die Multichanel-Fähigkeit, denn Verbraucher können heute nur durch eine einheitliche User Experience über viele Kanäle und Endgeräte effektiv angesprochen werden. Umfassende Datennutzung, integrierte Planung – vor allem hinsichtlich Content und Layout-Optimierungen – und die zentrale Steuerung und Auswertung der Kampagnen sind die Schlüsselfaktoren für größtmögliche Effektivität.

Fazit

Es kommt also in diesem Jahr auf die richtigen Tools, Infrastrukturen und einen gezielten, selektiven Einsatz aller Kundendaten an. Die Ansprüche der Kunden an die Unternehmenskommunikation sind hoch, wenn die Wahrnehmungsgrenze überschritten werden soll. Deshalb müssen Marketing-Verantwortliche weiter kreative, personalisierte und vor allem integrierte Kommunikationskonzepte ganz nah an der individuellen Situation des Empfängers umsetzen.

Das bringt Ihr E-Mail-Marketing jetzt voran

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