BVDW | | von Annette Mattgey

Bilanz 2012: 6,47 Milliarden Euro für Online-Werbung

Automobilhersteller sowie Handels- und Versandunternehmen sind die Stütze des deutschen Online-Werbemarkts. Prozentual gesehen investieren neben Büro- und Computer-Firmen die Finanzbranche und der Telekommunikationssektor am stärksten in diesen Kanal. Dies geht aus einer  aktuellen Analyse des Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hervor. Insgesamt baut Online seine Anteile im Mediamix in allen Wirtschaftsbereichen aus. Für das laufende Jahr erwartet die Branche höhere Investitionen in digitale Werbung. "Klassische Online-Werbung ist branchenübergreifend gefragt - die differenzierten Optionen bei der Kommunikation, Information und Transaktion und die im Netz vertretenen Zielgruppenpotenziale für alle Wirtschaftsbereiche machen das Internet für viele Unternehmen zu einer relevanten Werbeplattform. Während manche Branchen bereits einen beachtlichen Teil ihrer Budgets in digitale Werbung investiert haben und dem Internet damit eine zentrale Rolle in ihren Kommunikationskonzepten einräumen, steht in anderen Wirtschaftsbereichen diese signifikante Ausweitung der Online-Budgets noch an", sagt Paul Mudter (Bild), Vorsitzender im Online-Vermarkterkreis (OVK) des BVDW. Das Bruttowerbevolumen für klassische Online-Werbung, Suchwortvermarktung und Affiliate-Netzwerke hat mit 6,47 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert und damit eine Steigerungsrate von 13 Prozent zum Vorjahr erreicht.

Investitionen nach Wirtschaftszweigen:

 

Bei den  absoluten Online-Werbeinvestitionen liegt der Bereich der sonstigen Werbung knapp über der 500-Millionen-Euro Grenze und nimmt damit den Spitzenplatz ein. Hierzu zählen Werbeinvestitionen von caritativen Organisationen, Image- und Rubrikenwerbung sowie Unternehmens- und Firmenwerbung. Die weiterhin größten Online-Spendings verteilen sich in der Einzelbetrachtung der Wirtschaftsbereiche auf die Dienstleistungsbranche (320,7 Millionen Euro), die Kraftfahrzeugbranche (311,5 Millionen Euro) und den Handels- und Versandsektor (299,6 Millionen Euro). Die Unternehmen der Finanzbranche (239,7 Millionen Euro) und der Telekommunikationsbranche (204,0 Millionen Euro) zählen ebenfalls zu den maßgeblichen Spendern. Auch die Online Werbeinvestitionen der Segmente Medien (173,9 Millionen Euro), Körperpflege (148,0 Millionen Euro) sowie Touristik und Gastronomie (134,7 Millionen Euro) liegen im dreistelligen Millionenbereich. Lediglich die Ernährungsbranche liegt mit ihren Online-Investitionen von 95,4 Millionen Euro in 2012 unter der 100-Millionen-Marke. Auf den Plätzen 11 bis 20 der größten Wirtschaftsbereiche folgen: Computer & Büro (87,5 Millionen Euro),Getränke (74,0 Millionen Euro), Energie (48,9 Millionen Euro), Textilien und Bekleidung (47,0 Millionen Euro), Unterhaltungselektronik (36,2 Millionen Euro), Haus & Garten (29,5 Millionen Euro), Gesundheit und Pharmazie (25,3 Millionen Euro), Reinigung (18,8 Millionen Euro), Bau-Wirtschaft (14,0 Millionen Euro) und die Haus-, Land-, Forst- & Jagdwirtschaft (11,3 Millionen Euro).

Bei drei der Top-10-Branchen - bei Medien, Körperpflege und Ernährung - machen diese Werbeinvestitionen noch einen Mediamix-Anteil im einstelligen Prozentbereich aus. Hier sieht der OVK noch Nachholbedarf. Firmen aus der Rubrik Computer & Büro bestreiten ihren Mediamix immerhin mit einem Online-Anteil von über 26,3 Prozent. In der Finanzbranche, im Telekommunikationssektor und in der Energiewirtschaft macht dieser Anteil mit Werten von 18,3 Prozent, 17,2 Prozent und 17 Prozent schon annähernd ein Fünftel aus.

Branding braucht Fläche

Unter den Werbeformaten ist der Run auf großflächige Formate nach wie groß. Wie schon im Vorjahr steht das Wallpaper 2012 im Ranking der Top-10-Online-Werbeformen nach Bruttowerbeinvestitionen mit 374,3 Millionen Euro auf Platz eins. Es folgen mit jeweils 189,3 Millionen Euro das Medium Rectangle und der Skyscraper. Ähnliche Investitionslevel zeigen das Ad Bundle (183,6 Millionen Euro), der Banner (180,7 Millionen Euro) und das Pre-Roll (174,9 Millionen Euro). Auch das Super Banner und die Microsite können Spendings im dreistelligen Millionenbereich für sich verbuchen. Das Rectangle liegt nur knapp unterhalb der 100-Millionen Euro-Grenze und den Abschluss bilden die In-Text-Anzeigen.

 

Der OVK Online-Report 2013/01 mit einem detaillierten Überblick über den  digitalen Werbemarkt mit Marktzahlen und der aktuellen Wirtschaftsprognose ist ab sofort kostenfrei auf der BVDW-Website unter www.bvdw.org erhältlich.

Bilanz 2012: 6,47 Milliarden Euro für Online-Werbung

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht