Wird 2016 zum Schicksalsjahr für Yahoo-Chefin Marissa Mayer?
Wird 2016 zum Schicksalsjahr für Yahoo-Chefin Marissa Mayer? © Foto:Yahoo/Screenshot Youtube

Quartalszahlen | | von Thuy Linh Nguyen

Yahoo-Mitarbeiter im Motivationsloch

Im Herbst vergangenen Jahres soll bei jedem einzelnen Mitarbeiter von Yahoo ein großes rotes Buch auf dem Schreibtisch gelegen haben. Wie Technologie-Kolumnistin Kara Swisher in einem Beitrag auf der Plattform Recode berichtet, hat Marissa Mayer das Werk in Auftrag gegeben - und sich auch einiges kosten lassen. Von einer Million Dollar gehen Insider aus. Der Anlass: Die Angestellten des Internetkonzerns ließen immer mehr in ihrer Motivation nach. Mit der Broschüre wollte die Vorstandsvorsitzende ihren Mitarbeitern noch einmal die Philosophie des Konzerns näher bringen.

Ob das angesichts der aktuellen Ankündigungen hilft? Eher wird die Motivation der Yahoo-Belegschaft noch mehr schrumpfen. Denn das Unternehmen verkündete am Dienstagabend nach US-Börsenschluss neben den Quartalszahlen - der Umsatz ist im vierten Quartal 2015 um 15 Prozent gefallen - auch personelle Veränderungen. Bis zum Ende des Jahres sollen bis zu 1700 Arbeitsplätze gestrichen werden. Mit dem Stellenabbau geht außerdem die Schließung der Büros in Madrid, Mailand, Dubai, Buenos Aires und Mexiko-Stadt einher. Zukünftig sollen noch rund 9.000 Mitarbeiter und zusätzlich 1.000 externe Angestellte tätig sein. Das sind 42 Prozent weniger als 2012. Mit den Maßnahmen will Yahoo bis Ende 2016 rund 400 Millionen Dollar einsparen.

Mayer sei eine Technikerin, keine Visionärin, urteilt Matthias Hohensee in der Wirtschaftswoche über die Yahoo-Chefin. Zum Verhängnis wurden ihr auch die zahlreichen Startups, die sie in ihrer Amtszeit erwarb. Gerade Tumblr habe sich als Reinfall entpuppt. Bislang konnten das florierende Werbegeschäft und die florierenden Beteiligungen in Asien diese Schwächen übertünchen.

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