Alexander Klaus, Queospark
Alexander Klaus, Queospark © Foto:Queospark

Job-Porträt | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ... ein Website-Konzepter?

Aus einer Sammlung von Partyfotos entstand das, was Alexander Klaus nun hauptberuflich macht: Webseiten entwerfen und gestalten, so dass sie den Kunden gefallen, aber auch für die User leicht zu bedienen sind.  

Name: Alexander Klaus

Position: Website-Konzepter

Unternehmen: Queospark

Alter: 27

Ausbildung: Master of Arts (BWL)

Was machst du?

Ich bin bei der Agentur Queospark der Experte für die Konzeption von Websites und Webanwendungen. Dafür setze ich mich intensiv mit den Wünschen unserer Kunden auseinander und vereine Standards, neueste Trends sowie die Kriterien der User Experience.

Die Kür dabei: Externe Anforderungen aus der Suchmaschinenoptimierung, der User Experience sowie den technologischen Möglichkeiten in die Konzeption einfließen zu lassen. Im Endeffekt agiere ich als eine Art Anwalt der Nutzer. Ich sorge dafür, dass die neue Website gefunden und der Besuch zum Erlebnis für den User wird – egal auf welchem Endgerät. Eine nutzbare Website stellt den User und mich als Website-Konzepter zufrieden und führt schlussendlich auch unsere Kunden zum Erfolg.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

2006 habe ich meine erste Website gebaut und Galerien mit Partyfotos für Freunde bereitgestellt – damals angelegt als kleines Spaßprojekt, an dem ich probieren kann, was funktioniert und was nicht. Sozusagen Learning by doing.

Nach ein paar Relaunches und Kooperationen konnten wir ein überregionales Portal für Eventfotografie bereitstellen. Damit war meine Leidenschaft für das Thema geweckt. Parallel zu meinem Studium habe ich daher freiberuflich für verschiedene Firmen im Bereich des Suchmaschinenmarketings und der Website-Konzeption gearbeitet und mein Wissen in diesen Gebieten weiter ausgebaut. Während meines Masters an der HTW Dresden gelang mir dann der Einstieg bei der Agentur Queospark.

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Grandios war der Tag, an dem wir die Website von Koenig & Bauer gerelauncht haben. Mit der neuen Website schufen wir einen modernen Weg, ein so traditionelles Unternehmen darzustellen. Sie ist heute eine umfassende Kommunikationslösung für Nutzer, die Koenig & Bauer AG und deren sieben Tochtergesellschaften selbst. Durch den Relaunch gingen wir den ersten Schritt hin zu einem einheitlichen und vor allem modernen Auftritt aller Unternehmen der Koenig & Bauer AG.

Uns gelang der Balanceakt, die Tradition zu bewahren und behutsam weiter zu entwickeln, aber auch den Kunden auf den ersten Blick als führender Player auf dem Weg der Branche zur Industrie 4.0 darzustellen. Das Projektteam und ich haben an dem Relaunch von Anfang an mitgewirkt und die Idee bis zur finalen Umsetzung begleitet und sind auch heute noch stolz auf das Ergebnis.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Im Agenturalltag hat man jede Menge um die Ohren. Hier hilft mir vor allem, dass ich sehr strukturiert und diszipliniert arbeite. Das hilft mir auch in stressigen Situationen gelassen zu bleiben und nur so viel Hektik in meinem Alltag zuzulassen, wie wirklich notwendig ist. Zudem habe ich durch meinen Werdegang viel technisches Wissen aufgebaut, das mir in der intensiven Zusammenarbeit mit Entwickler-Teams sehr weiterhilft und auch geschätzt wird.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Es ist schön, für den Kunden eine Lösung zu entwickeln, die zu ihm passt und mit welcher er glücklich ist. Wenn wir dann noch positives Feedback erhalten und sehen, dass unsere Idee und Umsetzung funktioniert, lehnen wir uns auch mal grinsend zurück. Mir persönlich ist es sehr wichtig, immer lösungsorientiert zu arbeiten und auch mal pragmatisch an die Sache heranzugehen, statt mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Der Tag, an dem nach monatelanger Arbeit eine Website live geht, macht mich immer wieder aufs Neue sehr stolz.

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

… es sonst viel zu viel Interpretationsspielraum für alle Projektbeteiligten gibt. Die Vorbereitung und das Konzept legen den Grundstein und den Rahmen für die neue Website. Sie sorgen dafür, dass schon vor der Umsetzung genau definiert ist, was auf welchem Weg gemacht werden soll. Dadurch wird verhindert, dass während der Umsetzung plötzlich unlösbare Probleme auftreten und vor allem, dass der Kunde am Ende mit dem Produkt nicht zufrieden ist. Schlussendlich sparen alle Projektbeteiligten dadurch Ressourcen, Zeit und Geld und wir verbessern so die Qualität unserer Arbeit enorm.

Wenn du nicht Website-Konzepter wärst, was wärst du dann?

Meine zweite Leidenschaft neben dem Onlinegeschäft ist die Produktion von elektronischer Musik. Würde ich diese Vorliebe zu meinem Beruf machen, wäre ich wahrscheinlich nicht so erfolgreich, hätte aber ähnlich viel Spaß bei der Arbeit.

Was macht eigentlich ... ein Website-Konzepter?

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