Johann Romefort, Technology Evangelist beim Fashion-Portal Stylight
Johann Romefort, Technology Evangelist beim Fashion-Portal Stylight © Foto:Stylight

Digi-Jobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ein ... Technology Evangelist?

Mit Sendungsbewusstsein alleine ist es nicht getan in dem Job, den Johann Romefort beim Fashion-Portal Stylight ausübt. Der Technology Evangelist übersetzt zwischen den verschiedenen Welten und sorgt dafür, dass Stylight Teil eines lokalen Ökosystems in der IT-Branche wird. Warum ihm dabei manchmal seine Haarpracht zugute kommt, erzählt er im LEAD digital-Fragebogen. 

Name, Position: Johann Romefort, Technology Evangelist bei Stylight

Alter: 38

Ausbildung: Diplom-Softwareentwicker, Berufsstart im Jahr 2000 bei einem Spielesoftware-Hersteller inmitten der Dotcom-Blase

Was machst du?

Ich bin Technology Evangelist bei Stylight. Wie "Evangelist" schon nahelegt, ist es meine Aufgabe, unsere Technologie bekannt zu machen und eine eigene Entwicklerkultur bei Stylight aufzubauen. Ich vernetze unser Unternehmen mit der lokalen Tech-Community und mache Stylight als Top-Player und Förderer der Branche bekannt. Stylight ist so zu einem der wichtigsten Veranstalter für Entwickler-Meetups in München geworden. Aktuell bereite ich außerdem die  daho.am, unsere nächste große Entwicklerkonferenz, vor. Ansonsten bin ich oft als Speaker oder Besucher auf Konferenzen unterwegs und blogge über die verschiedenen Themen und Veranstaltungen.

Wie bist du zu der Aufgabe gekommen?

Vor meiner Zeit als Technology Evangelist habe ich in San Francisco ein Startup gegründet, gemeinsam mit einem Geschäftspartner. Ich war CTO unseres Unternehmens und mein Mitgründer ein echter PR-Profi: Unser Startup war ständig in den Medien. Das hat mich regelrecht gezwungen, Soft Skills zu entwickeln, die nicht unbedingt zu den Kernkompetenzen eines Software-Entwickler gehören müssen – mich zu vernetzen und offen auf andere zuzugehen, zum Beispiel. Als es mich zurück nach Europa gezogen hat, habe ich begonnen, hier mein Netzwerk aufzubauen und verschiedene Meetups zu organisieren. Eines dieser Meetups hat bei Stylight stattgefunden – so habe ich das Team und die Firma kennengelernt. Stylight hatte zu dem Zeitpunkt eine Position als Technology Evangelist ausgeschrieben. Ich war zwar nicht auf der Suche nach einer Vollzeitstelle – aber die Aufgabe hat mich begeistert. Und das tut sie bis heute, ich habe viel Spaß bei der Arbeit und lerne ständig Neues dazu.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Ich arbeite sehr gerne mit Menschen zusammen. Ich höre mir an, was sie zu sagen haben und möchte erfahren, was sie bewegt. Und ich gebe gerne weiter, was ich gelernt habe. Selbst ein Entwickler zu sein, hilft natürlich, in der Branche ernst genommen zu werden – man spricht dieselbe Sprache. Und eine weitere Eigenschaft, die mir weiterhilft, sind offen und ehrlich gesagt meine Haare! Meine Gesprächspartner erinnern sich grundsätzlich an mich!

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Mir gefällt die Vielseitigkeit meiner Aufgaben und ich liebe die kreativen Freiheiten, die ich dabei habe. Ich denke unternehmerisch und weiß deshalb, wie ich Ziele setze und Herausforderungen angehe. In diesem Job kann ich in vielerlei Hinsicht kreativ sein. Vor kurzem habe ich zum Beispiel einen Stoff-Elch zum Roboter umgebaut. Er ist mit unserem internen Messaging-System verbunden und gibt Rückmeldung auf verschiedene Ereignisse – wie zum Beispiel, wenn unser Unternehmen im Internet erwähnt wird. Diesen Elch setze ich jetzt auf Konferenzen und Meetups zum Internet der Dinge als Demonstrationsobjekt ein. Mein Beruf zwingt mich außerdem regelmäßig aus meiner Komfortzone heraus. Dadurch kann ich Neues lernen und meine bestehenden Fähigkeiten verbessern – auf Konferenzen frei Vorträge zu halten, zum Beispiel.

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

...die Welt nicht mehr die von vor 50 Jahren ist: Wer heute vorankommen möchte, muss Teil eines bestehenden Netzwerks sein oder selbst eines aufbauen. Heute sind die Unternehmen besonders erfolgreich, die verstanden haben, dass sie in ihrem Ökosystem einen wertvollen Beitrag leisten müssen. In meiner Rolle als Technology Evangelist geht es genau darum, das Netzwerk dafür zu pflegen und auszubauen.

Wenn du nicht Technology Evangelist wärst, was wärst du dann?

Ich würde wieder ein Startup gründen. Ich liebe es, Dinge aus der Taufe zu heben und von Null auf aufzubauen. Ich will gestalten. Vielleicht wäre ich aber auch Bäcker geworden: Backen ist eine weitere Leidenschaft von mir.

Was macht eigentlich ein ... Technology Evangelist?

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