Was macht eigentlich ... ein Interactive Developer?
© Foto:Sapient Nitro

Digi-Jobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ... ein Interactive Developer?

Wie verstehen sich Mensch und Maschine? Das ist die Grundfrage, die Natalia Zarawska, Interactive Developer bei Sapient Nitro, lösen will. Dafür ist Einfühlungsvermögen gefragt. Psychologie und Soziologie zählen daher zu den weiteren Interessen, erzählt Zarawska im LEAD-digital-Fragebogen.

Name: Natalia Zarawska

Position: Interactive Developer

Unternehmen: Sapient Nitro

Alter: 26

Ausbildung: Bachelor in Angewandter Informatik an der Technischen Universität in Krakau (AGH); Master in Informatik an der TU München

Was machst du?

Für Kundenprojekte programmiere ich Software für mobile Plattformen, konkret mit iOS. Zugleich entwickle ich für das Innovation Lab von Sapient Nitro, das 'BlackLab', hardwarebasierte Prototypen mithilfe von Raspberry Pi oder Arduino. Insofern arbeite ich bei Sapient Nitro in zwei verschiedenen Bereichen.

Wie bist du zu der Aufgabe gekommen?

Während meines Studiums habe mich intensiv mit den Themen Augmented Reality und Computer Vision beschäftigt. Am Ende des Studiums verschob sich mein Interesse aber mehr in Richtung Wearables und User Interfaces. Daher habe ich mit Prototyping begonnen und damit, neue Technologien und deren Anwendung zu erforschen. Bei Sapient Nitro habe ich dann meine Masterarbeit in diesem Bereich geschrieben und bin direkt im Anschluss als Interactive Developer gestartet.

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Für meine Masterarbeit bei Sapient Nitro habe ich die Idee verwirklicht, smarte Objekte – wie Kaffeemaschinen, Lampen oder das Radio – direkt zu kontrollieren, ohne jedes Mal eine andere App öffnen zu müssen. Das Ergebnis: ein ‚Smart Ring’, den ich ohne detailliertes Elektronik-Knowhow mit Prototyping-Tools realisiert habe. Er wird wie ein echter Ring am Finger getragen und nutzt die Gesten des Users, um die Geräte zu steuern.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Ideen und Lösungen nicht nur zu erdenken, sondern sie auch zu realisieren – das macht am meisten Spaß. Und der Boom neuer Technologien, die in Innovationslaboren entstanden und entstehen, macht es einfacher als je zuvor, neue Ideen zu entwickeln und sie wahr werden zu lassen. Als Interactive Developer kann ich mit beeinflussen, wie Technologien angewandt werden und im besten Fall das Alltagsleben erleichtern.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Ich war schon immer sehr neugierig und wissbegierig. Daher fällt es mir leicht, offen auf neue Dinge zugehen. So waren innovative Technologien und neue UX-Konzepte stets eine willkommene Bereicherung für mich. Diese Offenheit und meine Ungeduld helfen mir, innovative Prototypen umzusetzen.

Mein Job ist unverzichtbar, weil …

Wir hören jeden Tag in den Medien von neuen Erfindungen, innovativen Produkten und Technologien. Entscheidend ist, dass man untersucht, wie sich diese Innovationen anwenden lassen und welche Möglichkeiten sie bieten. Wie die Menschen mit einer neuen Sache interagieren können, bestimmt die Wirkung, den Impact, den eine neue Technologie haben kann. Und oftmals hat eine neue Erfindung mehrere Anwendungsbereiche, die, einmal entdeckt, ihren Nutzen steigern und die Idee noch nützlicher und somit wertvoller machen.

Wenn du nicht Interactive Developer wärst, was wärst du dann?

Psychologie und die menschliche Interaktion haben mich schon immer interessiert. Wenn ich kein Interactive Developer wäre, würde ich gerne etwas in Richtung Psychologie und Soziologie machen. Ich kann diese Interessen teilweise auch in meinem aktuellen Job verfolgen, indem ich die Interaktion zwischen Menschen und Technologie und zwischen Menschen-Technologie-Menschen analysiere.

Was macht eigentlich ... ein Interactive Developer?

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