Robert Jung, Leo Burnett.
Robert Jung, Leo Burnett. © Foto:Leo Burnett

Digitaljobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ein ... Director Moving Pictures?

"Film ist keine exakte Wissenschaft", sagt Robert Jung. Ihn begeistern bewegte Bilder schon seit seinem Studium. Zum Glück gab ihm Leo Burnett die passende Stelle für seine Leidenschaft.

Name:  Robert Jung

Alter: 48

Position: Director Moving Pictures

Ausbildung: Diplom Industrial Designer der Universität der Künste, Berlin

Unternehmen: Leo Burnett Deutschland

Was machst du?

Ich bin zum einen für die Qualität all unserer Bewegtbildprodukte verantwortlich, quasi ein letztes 'Qualitygate' vor Abgabe, und zum anderen für die Inhouse-Produktion von Bewegtbild-Content zuständig.

Die qualitative Betreuung von Bewegtbildprojekten sieht dabei auch vor, dass ich auf Treatments schaue, Machbarkeiten und grobe Kosten einschätze. Ich bin sozusagen Bindeglied zwischen Kreation und FFF.

Die Content Produktion umfasst komplette Full-und Post-Produktionen bis zu einem festgelegten Budget. Für große TV-Produktionen bin ich zusätzlich als kreativer Berater auf Sets und Postproduktionen unterwegs.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Ich war schon im Studium sehr filmaffin und habe mich schwerpunktmäßig mit Filmszenografie beschäftigt – also dem Set-Design. Besonders begeistert hat mich einer meiner Gastprofessoren: Syd Mead, einer der bekanntesten Set-Designer überhaupt, der u.a. beim Film Blade Runner (dem Original) mitgewirkt hat.

Nach dem Studium entschied ich mich dann für die Werbung und bin dort nun seit über 17 Jahren als Creative Director und Kreationsleiter in diversen nationalen und internationalen Agenturen mit starker Ausrichtung auf Bewegtbild tätig. Zuletzt waren es vor allem Agenturen mit angeschlossener Bewegtbildproduktion, wodurch ich auch den organisatorischen und finanziellen Part mit überschauen konnte. Dazu habe ich eine Weile Regie geführt und tue es wieder.

Meine aktuelle Position als Director Moving Pictures gab es bei Leo Burnett vorher nicht und ist in Deutschland in seiner Art fast einzigartig. Sie zeigt, an welchem Anspruch sich Leo Burnett orientiert: dem Willen zur Perfektion und Exzellenz.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Absolute Filmbesessenheit und ein furchtbarer Hang zum Perfektionismus. Daher wird jeder Film ein Stück weit zu meinem Baby und – ich kann eine echte Löwenmutter sein, wenn es darum geht, Qualität zu verteidigen!

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Nun, ich denke das Geheimnis meiner Tätigkeit und Person ist, dass ich jedes Projekt, sei es noch so klein oder groß, mit der gleichen Einstellung angehe: Das Ergebnis muss perfekt werden. Daher begeistert mich jedes Projekt.

Dennoch habe ich natürlich Vorlieben: Mein Herz schlägt, durch meine langjährige Beschäftigung mit dem Thema, für Auto-Bewegtbild. Und daher freue ich mich immer, wenn wir mit Kunden wie z.B. Dunlop coole Autofilme umsetzen. Gerade in diesem Bereich kann ich immer viel dazu addieren und umsetzen.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Das Machen ist mir am wichtigsten und macht am meisten Spaß. Film ist keine exakte Wissenschaft. Da muss man viel probieren. Und ich bin kein Theoretiker oder Delegierer.

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

Niemand ist unverzichtbar. Aber ich denke, meine Position trägt dazu bei, dass unsere Produkte im Bereich Bewegtbild ein Stück weit noch besser werden. Und, dass meine Kollegen aus der Kreation durch meine Unterstützung als Experte ein noch besseres und fundierteres Wissen hinsichtlich Bewegtbildkreation/Produktion bekommen.

Wenn du nicht Director Moving Pictures wärst, was wärst du dann?

Dann wäre ich Gärtner.

Was macht eigentlich ein ... Director Moving Pictures?

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