Frauen und die Technik: Im Silicon Valley (Bay Area) sind die Zuschüsse in weiblich geführte Startups rückläufig.
Frauen und die Technik: Im Silicon Valley (Bay Area) sind die Zuschüsse in weiblich geführte Startups rückläufig. © Foto:Female Founders Fund

Studie | | von Irmela Schwab

USA: VC-Firmen ignorieren Startup-Gründerinnen

In der obersten Führungsriege ist der Anteil von Frauen auf 25 Prozent - und damit auf den Stand von vor zehn Jahren - gesunken. Das besagt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufungsforschung (IAB) für das Jahr 2014.

Einen ähnlichen Abwärtstrend gibt es auch im Silicon Valley, wenn es um Venture Capital-Finanzierung für weiblich geführte Startups geht. Von den 204 Startups in der gesamten Bay Area, zu der auch das Valley zählt, die im vergangenen Jahr Venture Capital eingesammelt hatten, waren nur acht Prozent Firmen mit weiblichen CEOs darunter. Das sind gerade mal 16 Firmen. So geht es aus dem aktuellen Report des Female Founders Fund mit Sitz in New York hervor. Betrüblich: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der weiblichen Startups mit VC-Finanzierung damit um 30 Prozent gesunken. 

In Los Angeles und New York hat die Anzahl der weiblich angeführten Startups mit Gründerzuschüssen dagegen leicht zugenommen: Während an der Westküste fünf von 40 Startups, die von Frauen geleitet werden, Finanzspritzen erhalten haben, waren es an der Ostküste 13 von 96. Darüber berichtet auch das Wall Street Journal.

Dass die Anzahl in New York gewachsen ist, schreibt der Report einer wachsenden Zahl weiblicher Serien-Unternehmern zu, die eine Firma nach der anderen gründen. Verglichen mit den CEOs der Bay Area haben die New Yorker Unternehmerinnen allerdings seltener einen technischen Hintergrund. Außerdem bleibt die Bay Area der größte Markt für Investments in weibliche Neugründungen. Insgesamt ist die Zahl der gründungsbezuschussten Unternehmen dort leicht gesunken - so waren es 2014 noch 228.

Seit den vergangenen Jahren liegt das Augenmerk verstärkt darauf, dass auch weibliche Gründerinnen zum Zug kommen. Das lässt sich am besten steuern, indem handfeste Zahlen ins Spiel kommen. Dabei hat der Female Founders Fund vor allem diejenigen Firmen unter die Lupe genommen, die zwischen drei und 15 Millionen Dollar Kapital eingesammelt haben. Eine kritische Masse, um einem Unternehmen überhaupt Wachstum zu bescheren.

USA: VC-Firmen ignorieren Startup-Gründerinnen

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht