Bewerben | | von Johannes Lenz

Taugt LinkedIn als mobiler Karriere-Beschleuniger?

Linkedin (http://linkedin.com) im Oktober 2013 ist nicht nur das weltweit größte Online Business Network mit aktuell 238 Millionen Nutzern, wovon 65 Prozent außerhalb der USA leben, sondern auch auf dem Weg, sich als mobiler Karrierebegleiter zu etablieren. Damit war es nahezu zwangsläufig, das Linkedin im August die mobile Bewerbung eingeführt hat. Dazu zwei Fakten: Das Netzwerk wird von 33 Prozent seiner Mitglieder mobil angesteuert.  Und über 30 Prozent der Mitglieder des Netzwerks suchen Jobs mobil. Mit Hilfe der jüngsten iOS- oder Android-Apps des Netzwerkes können Nutzer sich auf ausgeschriebene oder empfohlene Stellen in wenigen Schritten bewerben.

Allerdings steht und fällt die mobile Bewerbung derzeit noch mit den Unternehmen: Sie müssen das Linkedin eigene Recruiter-Tool verwenden, damit sich Kandidaten tatsächlich in wenigen Schritten mobil bewerben können. Ist das nicht der Fall, muss die „gute alte Unternehmenswebseite“ herhalten und in den meisten Fällen ist diese für einen mobilen Bewerbungsprozess nicht ausgelegt.

Wer fest entschlossen ist, sich via Linkedin einen neuen Job zu suchen, findet eine ausführliche Anleitung auf der Hilfe-Seite

Jeder kann es in drei Schritten schaffen

Im Prinzip besteht der oben abgebildete mobile Bewerbungsprozess aus drei Schritten:

1. Job auswählen, auf den man sich bewerben möchte.

Hierhin gelangt man, wenn man, nachdem man über das Anklicken des Linkedin-Logos zum Hauptmenü gekommen ist, auf die Rubrik Jobs klickt. Im vorliegenden Fall – ich nutze Linkedin in englischer Sprache – könnte ich gezielt nach Unternehmen und Jobs suchen oder aber die von Linkedin empfohlenen Jobs durchforsten. Genau das habe ich in meinem kleinen Test gemacht. Meine Wahl fiel auf die erste Vakanz, den Product Manager.

 

2. Sicherstellen, dass das eigene Profil aktuell ist

Nachdem ich in meinem Test nun die obige Anzeige ausgewählt habe, kann ich mich über den Bewerben/Apply Button mobil bewerben. Nach dem Anklicken dieses Buttons wird mein Linkedin-Profil auf die vorhandenen Daten geprüft und gegebenenfalls muss ich mobil Einträge ergänzen, etwa die Telefonnummer oder die Emailadresse.

3. Überprüfen der Informationen und Abschicken der Bewerbung

 

 Schritt zwei und drei gehen ineinander über. Letztlich geht es jetzt darum, die Bewerbung abzuschicken (Submit, rechts oben) und sich vorher zu vergewissern, dass das Profil vollständig ist und die Kontaktdaten korrekt sind. Fertig ist die mobile Bewerbung über Linkedin. Und wenn ich mehr über das Unternehmen erfahren will, folge ich einfach seinem Unternehmensprofil, indem ich rechts unten den grünen Button drücke.

Fazit

Die Art und Weise der mobilen Bewerbung, die Linkedin anbietet, ist denkbar einfach. Sie hängt aber wie so oft von zwei Faktoren ab: dem Bewerber und dem Unternehmen. Hat der Bewerber sein Profil längere Zeit nicht aktualisiert, wird sich das spätestens jetzt rächen. Denn dann wird mehr als nur Emailadresse und Telefonnummer nachzutragen sein.

Wenn auf der anderen Seite das entsprechende Unternehmen keine mobile Bewerbung via Linkedin zulässt, sprich das Recruiter-Tool nicht verwendet, wird der potenzielle Bewerber auf eine harte Probe gestellt. Dann heißt es entweder eine Bewerbung informell an einen Kontakt senden oder aber sich über die unternehmenseigene Karriere-Webseite zu melden, die zumeist nicht mobil nutzbar ist, weil sie dafür schlicht nicht optimiert ist.

Der Vorteil für Linkedin im Kampf der Karriere-Webseiten liegt auf der Hand: Im Gegensatz zu (Online) Jobbörsen oder aber auch Xing bietet es mehr als nur Jobs. Man erhält dort alles, was für die aktuelle Berufssituation relevant ist. Redaktionell erstellte Karriere-Tipps (in Magazinform), Erfahrungsberichte von erfahrenen Entrepreneurs, aktiven CEOs oder Celebrities (Influencer-Progamm), beliebte News aus der eigenen Branche/Interessensbereich im eigenen Kontaktnetzwerk (Linkedin Today) plus die Möglichkeit, dies alles mit dem eigenen Netzwerk zu teilen oder auf andere Social Media Kanäle einzuspielen. Schließlich kann kann man sich und seine Fertigkeiten umfassend darstellen, sei es in Präsentationen via Slideshare oder über diverse zu integrierende Medienformate. Ebenfalls möglich ist das Abspeichern von Unterlagen oder deren kollaborative Bearbeitung via Box.net.

Weshalb ich der Auffassung bin, dass die mobile Bewerbung von Linkedin viel Potenzial besitzt? Ganz einfach, weil die mobile Internetnutzung und auch die von Linkedin rasant steigt. Zudem gewinnt das Netzwerk kontinuierlich in der DACH-Region an Nutzern, wie dessen Geschäftsführer Till Kaestner unlängst in einem Interview im AKOM360 Blog feststellte

Information:

-   die verwendeten Screenshots wurden selbst erstellt.

-   Der Autor war Linkedinsider und beobachtet und kommentiert die Entwicklung des Netzwerkes seit einigen Jahren

-   AKOM360 und Linkedin tauschen sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen aus

 Johannes Lenz ist einer der "Digital Leader", einer festen Gruppe von Bloggern, die ab sofort ihre Meinungen und Kommentare via LEAD digital verbreiten. Mehr zum Autor und den weiteren Mitgliedern der "Digital Leader" lesen Sie hier auf der Übersichtsseite.

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