Studie: Social Media steckt noch in den Kinderschuhen
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Personalmarketing | | von Raoul Fischer

Studie: Social Media steckt noch in den Kinderschuhen

Mehr Schein als Sein: Über Social Media wird im Personalmarketing mehr geredet, als es tatsächlich genutzt. Das ist das ernüchternde Fazit einer Studie für den "Einsatz von Social Media für Personalmarketing und Recruiting", die die Agentur Embrace gemeinsam mit Professor Christoph Beck von der Fachhochschule Koblenz durchgeführt hat. Die Studie – nach eigenen Angaben die größte empirische Analyse zu diesem Thema – knöpft sich sämtliche Dax-, MDax- und TecDax-Unternehmen und noch einmal 120 weitere Firmen vor und bewertet deren Social-Media-Seiten und -Maßnahmen und das entsprechende Engagement.

Das deprimierende Ergebnis: Nur 27 Prozent binden Social Media auf den Karriere-Websites in Form von Entrypoints, User Generated Content oder „Tell a friend“ -Funktionen ab, 86,5 Prozent sind zwar auf Facebook präsent, jedoch haben nur 8,3 Prozent eine Karriere-Fanpage. Die meisten Unternehmensprofile auf Facebook besitzen oft nur den Firmennamen, ohne Unternehmensbeschreibung oder nur mit einer Kopie aus Wikipedia. Und nur 6,5 Prozent sind mit einem Karriere-Account auf Twitter aktiv.

Auch die Steigerungsraten fallen relativ mau aus. Die Dax-Unternehmen erhöhten ihr Engagement 2011 um 6,95 Prozentpunkte, die MDax-Unternehmen um 3,29 Prozentpunkte und die TecDax-Unternehmen gar nur um 1,81 Prozentpunkte. Das folgerichtige Fazit der Autoren: Social Media steckt im Personalmarketing und Recruiting noch in den Kinderschuhen. Das Ergebnis deckt sich allerdings mit der Beobachtung anderer Experten, wie etwa Professor Wolfgang Jäger von der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden, der das Social-Media-Thema im Bereich Personalmarketing für überbewertet hält.

Die Studie liefert einen klaren Blick auf den Status Quo: Die Maßnahmen werden dabei verschieden gewichtet. Am stärksten schlagen Facebook und die Karriere-Webseite (jeweils 25 Prozent) zu Buche, gefolgt von Xing (15 Prozent), LinkedIn (10 Prozent), YouTube, Twitter, Kununu und Mobile (jeweils 5 Prozent) sowie Studi-Vz und Schüler VZ (jeweils 2,5 Prozent). Die Gewichtung beruht auf einem fiktiven Ideal von Social-Media-Maßnahmen eines Unternehmens im Personalmarketing.

Weitere Infos gibt es auf Saatkorn, dem Blog von Embrace-Geschäftsführer Gero Hesse.

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