Personalentwicklung: Was jetzt wichtig ist
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Employer Branding | | von Raoul Fischer

Personalentwicklung: Was jetzt wichtig ist

Personalarbeit spielt für Unternehmen eine Schlüsselrolle. Wer hier die falschen Akzente setzt, verspielt die Chancen für die Zukunft. Welche Branche wüsste das besser als das Digital Business, in dem es laut Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) rund 20.000 unbesetzte Stellen gibt. Für die vielen kleinen und mittleren Unternehmen der Branche dürfte eine Studie interessant sein, die die Beratungsgesellschaft Martens & Friends in Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt hat. Demnach gibt es drei große Herausforderungen für die „Personalarbeit im Mittelstand“, so der Titel der Studie: Fachkräfte gewinnen und weiterentwickeln, effiziente Gestaltung von Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter sowie ein Wandel im Führungsstil.

Besonders das Thema „Mitarbeiterentwicklung“ wird demnach immer wichtiger. 82 Prozent der 323 befragten Unternehmen in der Größe zwischen 100 und 500 Mitarbeitern sehen einen großen bzw. sehr großen Bedarf dafür, Nachwuchskräfte zu identifizieren und heranzubilden, um Schlüsselpositionen zukünftig aus den eigenen Reihen besetzen zu können. Auch das Thema Employer Branding rückt zunehmend in den Fokus: 77 Prozent der Teilnehmer sehen die Notwendigkeit, die Anziehungskraft des eigenen Unternehmens zu steigern.

Die Studie ist die erste, die dieses Thema gezielt für mittelständische Unternehmen aufarbeitet. „Bisher gab es kaum Erkenntnisse zur Entwicklung der Personalarbeit in mittelständischen Unternehmen“, sagt Matthias Martens, Inhaber der Beratungsgesellschaft Martens & Friends. Die Studie hat zudem nach der Bedeutung der verschiedenen Recruiting-Kanäle gefragt. Dabei stehen zielgruppenspezifische Jobbörsen und Printmedien mit 73 Prozent auf Platz 1, gefolgt von der eigenen Karriereseite innerhalb der Firmenhomepage (64 Prozent). Im Gegensatz zu vielen großen Unternehmen sind die Mittelständler bei ihren Schul- und Hochschul-Aktivitäten mit 43 bzw. 30 Prozent relativ zurückhaltend. In der digitalen Wirtschaft besteht zusätzlich das Problem, dass es bisher wenig standardisierte Studiengänge für die verschiedenen Jobprofile der Branche gibt. Experten empfehlen Unternehmen hier, das Thema Ausbildung selber in die Hand zu nehmen.

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